Von wegen süßes Blut!

Was hilft wirklich gegen Mücken?

Verbraucher | Volle Kanne - Von wegen süßes Blut!

Sie vermiesen die schönsten Sommernächte, ihr Summen bringt uns um den Verstand, ganz zu schweigen von den roten juckenden Quaddeln, die sie hinterlassen. Mücken sind echte Plagegeister. Doch wie kann man den Biestern beikommen?

Beitragslänge:
11 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 14.07.2018, 09:05

Süßes Blut hin oder her – das interessiert die Mücke nicht wirklich. Es sind bestimmte Körperdüfte, die sie anlocken. Haben sie ihren Wirt gefunden, kommt ein fein abgestimmter Prozess in Gang: Während die Mücke sticht, sondert sie über ihren Rüssel drei verschiedene Stoffe ab, die allergische Reaktionen bei uns Menschen auslösen – und gehörig jucken.

Der erste Stoff betäubt die Stelle, damit man den Stich nicht merkt und die Mücke verjagt. Der zweite Stoff sorgt dafür, dass das Blut nicht gerinnt, sondern schön flüssig bleibt, damit der Mückenrüssel nicht verstopft. Ein dritter Stoff macht die Gefäße weit, so kann die Mücke ausreichend Blut abzapfen.

Strategische Mückenabwehr

Die einfachste Möglichkeit Räume mückenfrei zu halten, sind Fensternetze – zumindest für zu Hause. Sie gibt es schon für ein paar Euro im Baumarkt. Für die Nacht kann man ein Moskitonetz über das Bett spannen. Wichtig bei Netzen ist die Maschenweite von maximal zwei Millimetern. Wer in die Tropen reist, braucht engere Maschen von einem bis 1,2 Millimetern.

Noch eine Abwehrvariante sind sogenannte Biozidverdampfer. Verdampfende Insektengifte lassen die Mücken absterben. Doch je wirksamer die Dämpfe gegen die Mücken sind, desto schädlicher sind sie auch für den Menschen, denn nicht nur die Mücken sind den Dämpfen ausgesetzt. Daher sollte man Biozidverdämpfer nur in Ausnahmefällen einsetzen. Natürliche Alternativen sind Tomatenpflanzen auf der Fensterbank oder eine mit Nelken gespickte Orange.

Erste Hilfe

Wenn man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen einen Stich kassiert, hilft Kühlung, entweder durch einen feucht-kalten Lappen, ein Kühlpad oder eine Scheibe Zitrone. Reibt man den Stich mit einer roten Zwiebel ein, mildert man mit den schwefeligen Substanzen die allergische Reaktion, es kommt nicht zur Quaddelbildung, der Juckreiz bleibt aus oder wird entschärft.

Auch Hitze kann helfen, denn die von der Mücke abgegebenen Allergie auslösenden Substanzen enthalten Eiweiße, die sehr kalten oder warmen Temperaturen nicht standhalten.

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