So sichern Sie das Überleben der Biene

Verbraucher | Volle Kanne - So sichern Sie das Überleben der Biene

Experten sind über den Rückgang der Bienen als wichtige Pflanzenbestäuber besorgt. Um das Bienensterben zu verhindern, kann man den Tieren Futter bieten und sichere Nistplätze schaffen.

Beitragslänge:
12 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 01.06.2018, 09:05

Hobby-Imkerei: Bienen als Haustiere

Für die Bienenhaltung gibt es in Deutschland keine rechtlichen Beschränkungen. Allerdings sollte man das Halten von Bienenvölkern beim zuständigen Amt (Veterinäramt und der Tierseuchenkasse) anmelden und vorher einen Imker-Kurs besuchen.

Prinzipiell ist jeder Standort geeignet, der eben sowie möglichst nach Süden ausgerichtet ist und den Bienen ein gutes Nahrungsangebot bietet: Das kann in der Stadt oder im Dorf, auf dem Balkon, Flachdach oder der Wiese sein.

Es gibt verschiedene Bienenrassen; hier gebräuchlich ist Carnica, die Kärntner Biene. Wenn man sich Bienen von einem Imker anschaffen möchte, sollte man darauf achten, wie er mit ihnen umgeht: Muss er sehr viel Rauch einsetzen, damit sie nicht auffliegen? Geht er vollverschleiert an seine Völker oder bearbeitet er sie mit T-Shirt und kurzen Hosen? „Je sanftmütiger ein Volk ist, desto schöner lässt sich auch mit den Bienen imkern“, verrät Imkerin Eva Oelze. Übrigens sollte man beim Imkern helle und glatte Kleidung tragen.

Honig gewinnen

Bienenstock
Bienenstock Quelle: Imago/Zuma Press

Der Honig ist reif, wenn die Zellen mit einer Wachsschicht verschlossen sind. Die Waben können dann aus dem Stock genommen, entdeckelt (Wachsschicht entfernen) und in Zentrifugen herausgeschleudert werden. Danach wird der Honig gesiebt und abgefüllt. Wie das genau funktioniert, lernt man in Imker-Kursen.

Tipps für den Einstieg in die Hobby-Imkerei

Bienenfreundliche Pflanzen

Damit sich die Bienen in meiner Umgebung wohl fühlen bestäuben, muss man für Nahrung sorgen. Als Bienenfutter eignen sich alle Arten von Sommerblumenmischungen und alle offenen und ungefüllten Blumen, auch Wildrosen. Aber auch Zwiebelblumen oder Blühgehölze sind Wildbienenfutter, denn einige Bienenarten kommen bereits sehr früh im Jahr zum Vorschein, andere fliegen noch spät im Herbst.

„Grundsätzlich ist es wichtig, eine Vielfalt an Pflanzen zu schaffen“, sagt Elmar Mai. Dies betrifft sowohl die Pflanzenfarbe als auch Pflanzenstrukturen.

Lebensräume für Wildbienen schaffen

Unterschlupf für Wildbienen
Quelle: Imago/Blickwinkel

Im Vergleich zu Honigbienen legen Wildbienen keinen Honigvorrat an und bauen ihr Nest ganz alleine. In der Natur haben es die wichtigen Bestäuber mittlerweile sehr schwer. Der natürliche und abwechslungsreiche Lebensraum der Tiere wird immer kleiner. Baumaterial und Nahrung liegen oft weit voneinander entfernt. Wenn man diesen Tieren Strukturen bietet, in denen die Larven überleben können, unterstützt man das Überleben der Bienen. Ein Wildbienenhotel ist eine echte Hilfe und bietet wichtige Nist- und Unterschlupfmöglichkeiten.

Um Bienenarten Schutz zu bieten, sollte man in einen Baumstamm oder Holzklotz Löcher (ein bis zwölf Millimeter groß) bohren. Aber Achtung: Nehmen Sie Hartholz, kein Nadelholz, da es harzt und die Flügel der Biene verklebt. Für Arten, die Steine besiedeln, können Sie perforierte Gasbetonsteine verwenden oder einen Kasten mit Lehm befüllen und Löcher hineinbohren.  Für Wildbienenarten, die im lockeren Substrat brüten, kann man im Garten oder auf dem Balkon eine Konservendose mit Sand oder Bims aufstellen. Mauerwespen benötigen hingegen Pfützen im Garten, in denen sie Lehm für den Nestbau finden.

Insekten- beziehungsweise Wildbienenhotels sollte man unter einen lichten Baum stellen, wo es ein wenig Schatten gibt. Schalen kann man zum Beispiel auf einen Stein oder die Fensterbank stellen. Wichtig ist, dass man die Bauten nicht verschiebt oder hin- und herdreht, denn sonst finden die Bienen oder andere Nutzinsekten den Platz nicht mehr wieder. Gerade Bienen handeln nach einem optischen Gedächtnis.

Spezielle Lebensweisen der Wildbienen

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