K.o.-Tropfen – Mittel der Kriminellen

Schon die Verabreichung gilt als Körperverletzung

Gerade im Bereich der Sexualdelikte spielen sie oft eine große Rolle: K.o.-Tropfen. „Volle Kanne“ verrät, was man zur Vorbeugung tun kann, damit Kriminelle gar keine Chance haben – und was Betroffene tun können, wenn sie den Verdacht haben, mit den Tropfen in Kontakt gekommen zu sein.

K.-o.-Mittel werden von potenziellen Tätern eingesetzt, um ihre Opfer wehrlos zu machen und dadurch Anschlussstraftaten – Raub oder Sexualdelikte – zu ermöglichen. Der Nachweis ist allerdings häufig schwierig, weil sich die Opfer nach einer mehr oder weniger langen Phase der Bewusstlosigkeit nicht an den Vorfall erinnern können. Außerdem vertrauen sich viele gar nicht oder zu spät einem Arzt oder der Polizei an.
In Blut-, Urin- und Haarproben lassen sich die Chemikalien nur kurz nachweisen: je nach Substanz nur wenige Stunden bis wenige Monate nach der Tat. Vor Gericht spielen die Nachweise aber eine große Rolle – auch wenn keine Vergewaltigung oder kein Raubdelikt stattgefunden hat. Allein die Verabreichung eines K.o.-Mittels gilt als Körperverletzung!

Hier erhalten Sie Hilfe

Es ist ratsam, auch psychologische Unterstützung einzuholen, wenn man Opfer von K.o.-Tropfen geworden ist. Die Betroffenen können posttraumatische Symptome entwickeln, auch wenn sie keine Erinnerungen an das Geschehen haben. In Frauenberatungsstellen und Frauennotruf-Büros arbeiten geschulte Mitarbeiterinnen, die helfen können.

Zur Vorbeugung

Einen hundertproznetigen Schutz gibt es nicht. Aber Sie können einiges beachten, damit der Abend beispielsweise im Club oder auf einem Fest – sicher bleibt. Grundsätzlich kann man überall dort zum Opfer werden, wo Menschen und Getränke sind.

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