Kardiotipps im Hochsommer

In den Sommermonaten sind Menschen mit Herzerkrankungen besonders gefährdet. Deshalb müssen sie die Einnahme von Medikamenten regulieren, ihre Ernährung der Hitze anpassen und auch anders Sport machen.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 17.08.2019

Bei Menschen mit Herzerkrankungen können an heißen Tagen verstärkt unterschiedliche Beschwerden auftreten: Angefangen bei Müdigkeit und Konzentrationsstörungen über Kopfschmerzen und Schwindel bis hin zu Muskelkrämpfen, Atemnot und gefährlichen Herz-Rhythmus-Störungen.

Die Deutsche Herzstiftung empfiehlt Betroffenen, die an einer Herzerkrankung oder Herzschwäche leiden (zum Beispiel nach einem Herzinfarkt), einige Ratschläge mit Blick auf den Alltag im Hochsommer zu beachten und sich regelmäßig von einem Kardiologen untersuchen und betreuen zu lassen.

Einstellung von Medikamenten

Menschen mit Herzerkrankungen müssen häufig mehrere Medikamente regelmäßig einnehmen, zum Beispiel Blutverdünner, Betablocker, Blutdrucksenker oder Entwässerungstabletten. Es wird empfohlen, die individuelle Dosierung solcher Präparate im Hochsommer genau nach ärztlichem Rat anzupassen.

Ein wichtiger Aspekt dabei ist, dass der spontane Blutdruck bei Hitze in der Regel sinkt. Deshalb ist der Rat meist, die Einnahme von blutdrucksenkenden Präparaten entsprechend zu reduzieren (auch, um Gefahren von Schwindel oder Ohnmacht zu reduzieren). Außerdem verliert der Körper durch verstärktes Schwitzen schneller Flüssigkeit und für das Herz wichtige Elektrolyte. Deshalb sollte in vielen Fällen auch die Einnahme von Entwässerungstabletten reduziert werden.

Ratschläge zur Ernährung

In den heißen Sommermonaten empfehlen Kardiologen, besonders genau auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Empfohlen werden Wasser, ungesüßte Tees und Fruchtsaftschorlen. Ein wichtiger Grund hierfür sind die Gefahren eines zu starken Elektrolytverlustes. Besonders Kalium und Magnesium, aber auch Calcium sind wichtige Substanzen für das Herz, da sie unter anderem den Herzrhythmus stabilisieren. Kardiologen raten auch, die Flüssigkeit nicht zu hastig und auch nicht zu kalt zu sich zu nehmen.

Was die Ernährung betrifft, empfehlen Experten zudem gerade für den Hochsommer eine leichte, mediterran orientierte Küche mit viel Eiweiß, wenig Kohlenhydraten, wenig Zucker und nicht zu viel Fett. Hier bieten sich morgens zum Beispiel Joghurt und Quarkspeisen mit Obst in Maßen an, mittags Salate, zum Beispiel mit magerer Putenbrust oder Schinken, oder auch leichter Fisch. Abends empfehlen einige Experten Vollkornbrot oder Knäckebrot mit magerem Belag und generell viel fruchtzuckerarmes Obst und Gemüse. Für einige Herzpatienten (zum Beispiel bei einer Herzschwäche) wird das regelmäßige Kontrollwiegen am Abend besonders wichtig, da es Hinweise auf mögliche Wassereinlagerungen im Körper geben kann.

Ratschläge zu sportlicher Betätigung

Generell werden vielen herzkranken Patienten im Rahmen ihrer Möglichkeiten Ausdauersportarten wie Jogging, Nordic Walking, Wandern oder auch Radfahren empfohlen. Optimal sind drei Trainingseinheiten pro Woche. Experten mahnen an, dass das Kardiotraining im Hochsommer unbedingt mit ärztlichem Rat durchgeführt werden sollte. Jeder Betroffene sollte seine individuellen Belastungsgrenzen kennen und diese nicht überschreiten. Sie hängen unter anderem vom Alter, dem Trainingszustand und der Begleitmedikation ab.

Outdoor-Sportarten sollten zudem möglichst im Schatten und mit Sonnenschutz (Mütze, Brille u. Ä.) durchgeführt werden. Wichtig ist auch, den Sport möglichst in den kühleren Morgenstunden oder am Abend mit leichter, atmungsaktiver Bekleidung zu betreiben. In der Mittagshitze sollten Herzkranke besonders auf Ruhepausen und Erholung im Schatten achten. Was Wassersportarten wie Schwimmen (gerade in tiefen Gewässern) betrifft, wird empfohlen, zuvor eine kardiologische Empfehlung einzuholen. Herzpatienten sollten außerdem einen Blick auf zu hohe Ozonwerte haben und den Sport gegebenenfalls einschränken. Ozon kann in Kombination mit Hitze und anderen Schwebstoffen unter Umständen zu einer Verengung der Herzgefäße führen.

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