Sie sind hier:

Karnivoren - Fleischfressende Pflanzen

Tipps von Anja Koenzen

Es gibt sie tatsächlich: Fleischfressende Pflanzen. Sie locken Insekten an und verdauen sie. Pflanzenexpertin Anja Koenzen stellt Ihnen die außergewöhnlichen Fleischfresser – auch Karnivoren genannt – vor.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.03.2021

Fleischfressende Pflanzen werden auch Karnivoren oder Insektivoren genannt. Sie können mittels umgewandelter Blätter Tiere wie Mücken, Ameisen oder Fliegen fangen. Diese sind für sie eine Art „Zusatznahrung“, denn die Pflanzen wachsen auf sehr kargen, nährstoffarmen Böden. So stellen sie ihre Versorgung mit Mineralstoffen, vor allem Stickstoff, an extremen Standorten wie Mooren oder blanken Felsen sicher. Einige Karnivoren nutzen als Beute auch Pollen oder Algen.

Die Pflanzen wachsen in der Regel recht langsam. Das liegt daran, dass sich die Fangblätter nicht so gut zur Photosynthese eignen wie normale Laubblätter.

Pflege von fleischfressenden Pflanzen

Die im Handel üblicherweise angebotenen Karnivoren lieben einen sonnigen oder zumindest sehr hellen Standort und Feuchtigkeit. Sie sind somit eine der wenigen Pflanzen, die Staunässe lieben! Am besten hält man sie immer feucht. Tipp: Den Pflanzentopf in einen Untersetzer oder Übertopf stellen, in welchem ein wenig Wasser steht. Eine hohe Luftfeuchtigkeit tut den Pflanzen gut. Daher mögen es die Pflanzen auch, wenn sie in einem gläsernen Terrarium wachsen. Durch das Glasgefäß ist die Luftfeuchte erhöht.

Neben Feuchtigkeit benötigen die Pflanzen auch eine gute Versorgung mit Licht – also am besten einen sonnigen oder zumindest sehr hellen Standort wählen.

Fleischfressende Pflanzen auf Balkon und im Garten

Im Garten oder auf der Terrasse können auch einige der fleischfressenden Pflanzen, wie zum Beispiel Droserarotundifolia, Droserabinata und die Venusfliegenfalle (Dionaea muscipula), gehalten werden. Wichtig ist hier ein Sumpfbeet oder ein Platz in der Moorecke des Gartenteichs. Die Pflanzen am besten im Mai/Juni auspflanzen, sodass sie sich bis zum Winter ausreichend akklimatisieren können.

Pflanzen, die normalerweise im Zimmer stehen, stellt man am besten an einen halbschattigen Platz ins Freie. Wenn im Herbst die Nachttemperaturen auf unter acht Grad Celsius sinken, sollte man die Pflanzen wieder herein holen.

Füttern

Die Pflanzen können auch gefüttert werden. Hierbei kann genau beobachtet werden, wie die Pflanze ihre Beute verdaut. Allerdings sollten die Pflanzen mit gefangenen Insekten auch nicht überfüttert werden. Fleischfressende Pflanzen haben, wie alle anderen Pflanzen, grüne Blätter, mit deren Hilfe sie assimilieren. Deshalb verhungern sie nicht, wenn sie keine Beute bekommen. Keinen Dünger verwenden!

Verschiedene Fallentypen

Man unterscheidet bei fleischfressenden Pflanzen fünf Fallentypen:

Weitere Pflanzentipps

Pfingstrosen & Co

Verbraucher | Volle Kanne -
Pfingstrosen & Co.
 

Florist Michael Frings zeigt hübsche Blumen- Arrangements.

Videolänge:
6 min
Rosen im Garten

Verbraucher | Volle Kanne -
Rosenpflege
 

Die Rose ist eher pflegeintensiv. Anja Koenzen mit Tricks und Tipps.

Videolänge:
8 min
Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um dir ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier kannst du mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, kannst du jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigst du dein Ausweisdokument.

Du wechselst in den Kinderbereich und bewegst dich mit deinem Kinderprofil weiter.