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Kein Ärger mit dem Mietwagen

So fahren Sie im Urlaub sorgenfrei

Wer einen Mietwagen für die Urlaubsreise bucht, muss einiges beachten. Ansonsten kann ein vermeintliches Schnäppchen am Ende teuer werden. Rechtsanwalt Arndt Kempgens erklärt die Knackpunkte.

13.06.2017
13.06.2017
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Wer bei einer Flugreise am Urlaubsort mobil sein möchte, ist auf einen Mietwagen angewiesen. Das Auto bucht man am besten von Deutschland aus – so hat man die Chance, die Preise und Konditionen im Vorfeld zu vergleichen. Bei den Vertragsbedingungen sollte man genau hinschauen, ansonsten kann ein vermeintlich günstiges Angebot am Ende doch teuer werden.

An erster Stelle steht bei der Anmietung eines Fahrzeuges das sogenannte Übernahmeprotokoll. Dieses wichtige Dokument erhält man bei der Entgegennahme des Mietfahrzeugs. Nimmt man den Wagen ohne Protokoll entgegen und man entdeckt einen Schaden, sollte man auf keinen Fall losfahren, sondern zurück ins Anmietbüro und den Schaden dort melden und protokollieren lassen.

Sind Schäden vorhanden, sollte man sie unbedingt dokumentieren und auch fotografieren. Auch ein Blick auf die Reifen, Scheibenwischer und Leuchten sowie in das Fahrzeuginnere ist wichtig: Sind das Warndreieck, Schutzwesten und der Verbandskasten vorhanden? Gibt es einen Ersatzreifen? Ist das Fahrzeug innen oder außen stark verschmutzt? Sind Brandlöcher in den Polstern?

Gut versichert?

Bei einem Mietwagen sollten Sie auf jeden Fall eine Vollkasko-Versicherung samt Diebstahlschutz abschließen: Die Vollkasko kommt auch für Schäden auf, die Sie selbst am Auto verursacht haben, etwa Beulen beim Einparken oder bei einem selbst verschuldeten Unfall. Bei den meisten Verträgen muss der Kunde im Schadensfall allerdings eine Selbstbeteiligung aus eigener Tasche zahlen. Auch in einem anderen Punkt muss man genau hinschauen. Denn in einigen Verträgen sind Schäden an den Reifen, der Windschutzscheibe, dem Dach und am Unterboden von der Vollkasko ausgenommen. Die Selbstbeteiligung lässt sich gegen Zahlung einer – oftmals nur geringen – Gebühr ausschließen, genauso wie sich die Mitversicherung von Glas und Reifen hinzubuchen lässt.

Will man im Ausland anmieten, muss man sich unbedingt vorher genau über die Versicherungsbedingungen informieren. Dann ist eine sogenannte „Mallorca-Police“ unter Umständen wichtig. Diese Versicherung kann man schon in Deutschland abschließen, oft bei der eigenen Kfz-Versicherung. Sie wird wirksam, wenn eine Haftpflichtversicherung des Mietwagens im EU-Ausland den Schaden nicht voll abdeckt, weil die Deckungssumme zu niedrig ist. Mietet man außerhalb Europas, ist eine sogenannte „Traveller-Police“ wichtig. Deckungssummen sollten mindestens in einer Höhe von 7,5 Millionen Euro bei Personenschäden und 50 Millionen Euro bei Sachschäden liegen.

Auto zurückgeben

Wichtig: Geben Sie den Wagen pünktlich und an dem im Vertrag festgehaltenen Ort ab. Bei verspäteter Rückgabe oder Abgabe an einem anderen Ort werden saftige Gebühren fällig. Am besten ist es, den Wagen während der Öffnungszeiten zurückzugeben und sich den Zustand des Fahrzeugs inklusive Tankfüllung vor Ort protokollieren zu lassen. Stellt man den Wagen außerhalb der Öffnungszeiten ab, sollte man einen Zeugen dabei haben, der sich das Auto anschaut. Zudem sollte man Fotos am Übergabeort machen. Außerdem empfiehlt es sich, am nächsten Tag gleich anzurufen und zu fragen, ob alles in Ordnung ist.

Stellt eine Mietwagenfirma bei einem Fahrzeug, das außerhalb der Öffnungszeiten zurückgegeben wurde, Schäden fest, sollte der Mieter genau hinterfragen, wann, wo und von wem die Schäden festgestellt wurden.

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