Kontaktlos Bezahlen

Chancen und Risiken der neuen Systeme

Verbraucher | Volle Kanne - Kontaktlos Bezahlen

Es ist praktisch aber nicht ohne Risiko. "Volle Kanne" schaut auf die Alltagstauglichkeit der kontaktlosen Bezahlsysteme und die Risiken und Nebenwirkungen.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 24.10.2017, 14:00

Das kontaktlose Bezahlen verbreitet sich zunehmend im Handel und funktioniert – je nach Anbieter – entweder mithilfe von Bank- und Kreditkarten oder über Smartphone-Apps. Die neuen Bezahlsysteme sind zwar praktisch, jedoch nicht ganz unbedenklich.

Kontaktloses Bezahlen bedeutet Einkaufen ohne Bargeld, PIN-Abfrage oder Unterschrift. Um den Einkaufsbetrag zu begleichen, werden Bankkarte, Kreditkarte oder Smartphone einfach an ein spezielles Lesegerät gehalten, dabei reicht ein Abstand von bis zu vier Zentimetern aus. Dadurch soll der Bezahlvorgang beschleunigt werden.

Ermöglicht wird das kontaktlose Bezahlen durch eine Funktechnologie, die sogenannte Near Field Communication (kurz NFC), bei der Daten über kurze Strecken kontaktlos übertragen werden. Dabei ist ein Datenaustausch in zwei Richtungen möglich: Das Lesegerät kann Daten auslesen und zurück an die Karte übermitteln. Zahlreiche Bank- und Kreditkarten und auch Smartphone-SIM-Karten unterstützen die Nahfeldkommunikation bereits. Auch die Zahl der Händler, die das kontaktlose Bezahlen für ihre Kunden anbieten, wächst stetig an.

Bezahlen per Karte oder Smartphone-App

Nicht nur Banken und Kreditkarteninstitute bieten Karten mit NFC-Funktionen an, mit denen man bis zu einem Betrag von 25 Euro bargeldlos einkaufen kann, auch einige Händler haben eigene Smartphone-Apps eingeführt.

Wer mit einer Bankkarte zahlen möchte, kann diese entweder am Geldautomaten aufladen oder einen Ladeauftrag bei der Bank abschließen, bei dem regelmäßig Geld auf den Kartenchip gebucht wird. Bei der Verwendung von Kreditkarten erfolgt die Abbuchung über die Kreditkartenabrechnung, bei Smartphone-Apps wird das Konto per Bankeinzug belastet.

Funkchip nicht ohne Risiko

Die neuen Bezahlsysteme sind nicht ganz risikolos. „Man muss sich klar machen, dass der Funkchip permanent funkt, sodass auch Fremde die Daten abgreifen können“, gibt Christian Urban von der Verbraucherzentrale NRW zu bedenken. „Das funktioniert mit einem speziellen Programm, das in die Nähe der Karte gehalten wird, etwa auf der Rolltreppe oder in der Supermarkt-Schlange.“ Gelingt es Fremden auf diese Weise, beispielsweise die Kreditkartennummer und das Ablaufdatum auszuspähen, reicht das unter Umständen bereits aus, um online damit einzukaufen.

„Wie beim Bezahlen mit einer Bank- oder Kreditkarte oder dem Einsatz einer Payback-Karte hinterlässt man auch beim kontaktlosen Bezahlen immer eine Datenspur, die andere sammeln können und dies auch tun“, so Christian Urban. Die Anonymität geht verloren.

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