"Schwere Beine" mit Krampfadern

Wie sie entfernt werden und wie Sie vorbeugen können

Verbraucher | Volle Kanne - "Schwere Beine" mit Krampfadern

Krampfadern können zu einem ernsthaften Gesundheitsrisiko werden und sollten daher frühzeitig behandelt werden.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 04.05.2017, 14:00

Krampfadern sind nicht nur ein optisches Problem, sie können auch zu schwerwiegenden Folgen wie chronischen Venenentzündungen, Blutgerinnseln und sogar Embolien führen. Deswegen sollten Krampfadern unbedingt frühzeitig behandelt werden.

Bei Krampfadern, auch Varizen genannt, handelt es sich um knotenartige Erweiterungen von Venen. Dies sind Blutgefäße, die Blut aus den Organen und dem Gewebe zurück zum Herzen transportieren. Sie werden nach ihrer Lage und Funktion unterschieden.

In den Venen befinden sich Klappen, die verhindern, dass es zu einem Rückfluss des Blutes kommt. Sind diese Klappen defekt, kommt es zu einer vermehrten Ansammlung von Blut, was zu der knotenartigen Erweiterung der Venen führt. Dieser Prozess tritt zunächst in den tiefer liegenden Venen auf und führt kaum zu Beschwerden. Im weiteren Verlauf zeigen sich die Blutansammlungen in den oberflächlichen Venen. In den meisten Fällen werden diese an den Beinen sichtbar. Typische Beschwerden sind dann „schwere Beine“, Schmerzen sowie auch nächtliche Krampfanfälle.

Was ist die Ursache?

Ursache für die Entstehung von Krampfadern sind eine angeborene Schwächung des Bindegewebes, hormonelle Faktoren und eine Schwangerschaft, weshalb Frauen eher zu Krampfadern neigen. Daneben ist eine mangelnde Bewegung für die Bildung von Krampfadern verantwortlich.

Krampfadern sind nicht nur ein optisches Problem, sie können auch zu schwerwiegenden Folgen, wie chronischen Venenentzündungen, Blutgerinnseln und sogar Embolien führen. Deswegen sollten Krampfadern unbedingt frühzeitig behandelt werden, auch wenn sie noch nicht äußerlich sichtbar sind.

Wie wird untersucht?

Ob sich Krampfadern in tiefer liegenden Körperregionen befinden, lässt sich mittels Ultraschalluntersuchung sowie einer Röntgenuntersuchung mit Kontrastmittel, einer sogenannten Phlebografie feststellen. Daneben gibt es verschiedene Tests, mit denen frühzeitig das Vorliegen von Krampfadern festgestellt werden kann.

Werden Krampfadern diagnostiziert, ist zunächst abzuklären, ob diese durch das Tragen von Kompressionsstrümpfen oder durch Venenmittel (die zum Beispiel in Form von Sprays oder Salben auf die Haut aufgetragen werden) behandelt werden können. Wenn dies nicht der Fall ist, kommt nur die Entfernung von Krampfadern in Frage.

Wie werden Krampfadern entfernt?

Bildnummer: 51735726  Datum: 29.01.2007  Copyright: imago/Olaf Döring Chirurg während einer Krampfader-Operation im Dominikus Krankenhaus Düsseldorf,
Krampfader-OP Quelle: imago/Olaf Döring

Hierzu stehen unterschiedliche Möglichkeiten und Verfahren zur Verfügung: Kleinere Krampfadern, sogenannte Besenreiser, können verödet werden. Hierzu spritzt der Phlebologe oder Gefäßchirurg eine spezielle Flüssigkeit in die Venen, wodurch sich die betroffenen Venen zurückbilden.

Größere Krampfadern können mittels einer Operation, einer Lasertherapie oder durch eine Radiofrequenztherapie behandelt werden. Für die Operation stehen zwei verschiedene Verfahren zur Verfügung. Zum einen handelt es sich um das Stripping, bei dem die Krampfadern „gezogen“ werden. Das andere Verfahren ist die Krossektomie. Dabei wird die Stammkrampfader an der Stelle durchtrennt, an der sie in eine tiefe Krampfader mündet, so wird ein Rückfluss des Blutes verhindert. Anders als beim Stripping kann dieser Eingriff unter lokaler Betäubung durchgeführt werden.

Zudem stehen moderne Verfahren, wie die Lasertherapie und Radiofrequenzablation zur Verfügung. Bei diesen Verfahren werden die Krampfadern innerlich erhitzt, wodurch sie verkleben und sich verschließen. Diese Verfahren können unter örtlicher Betäubung durchgeführt werden. Daneben gibt es auch die Krampfader-Behandlung mit Kochsalzlösung.

Wie kann ich vorbeugen?

Alle Verfahren haben Vor- und Nachteile, sodass unbedingt mit einem Venenspezialisten besprochen werden sollte, welches dieser Verfahren zum Entfernen im Einzelfall in Frage kommt. Das A und O ist es jedoch, Krampfadern vorzubeugen:

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