Geschmack, Duft und Ambiente

Küchenkräuter auf der Fensterbank

Verbraucher | Volle Kanne - Geschmack, Duft und Ambiente

Kräuter können im Garten kultiviert werden - manche Sorten eignen sich aber auch für den Innenraum und verleihen erste Frühlingsgefühle an den noch kalten Tagen. Diana Helbig gibt Pflegetipps.

Beitragslänge:
9 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 15.03.2017, 14:00

Aromatisch, schmackhaft, exotisch – der Kräutergarten auf der Fensterbank sorgt für angenehme Düfte und bringt ein Stück Natur ins Haus. Doch die Küchenkräuter dienen nicht nur dem Wohlfühlambiente, sie verfeinern auch Speisen und Getränke. Pflanzenexpertin Diana Helbig hat viele praktische Tipps für den Kräutergarten zu Hause.

Frischer Schnittlauch für den Quark, Lorbeerblätter für die Suppe oder Minze für den Tee – Kräuter sorgen für den besonderen Geschmack. Frisch von der Fensterbank sind sie nicht durch Tiefkühlkräuter zu ersetzen. „Da die Kräuter direkt vor Gebrauch geschnitten werden, bleiben Vitamine, ätherische Öle und sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe in vollem Maße erhalten“, erklärt Pflanzenexpertin Diana Helbig.

Ideal für die Fensterbank

Ein sonniges bis halbschattiges Fenster (nicht mehr als fünf bis sechs Stunden Sonne) ist in den meisten Fällen der ideale Ort für Küchenkräuter. Vor allem in der kalten Jahreszeit bietet sich die innen liegende Fensterbank an, um frische Kräuter zu kultivieren – hier fühlen sich Kräuter mit einem hohen Wärmebedarf wohl, zum Beispiel verschiedene Basilikumsorten.

Die Fensterbank außen eignet sich im Sommer für fast alle gängigen Kräuter, entscheidend ist die Lage: „Sonnig bis halbschattig ist beispielsweise günstig für Minze, Basilikum, Petersilie und Salbei. Bei halbschattiger bis schattiger Lage ist die Auswahl etwas geringer – hier bieten sich Waldmeister, Sauerampfer oder Pflücksalat an“, so Helbig. Winterharte Kräuter können auch das ganze Jahr über draußen stehen.

Kauf von fertigen Kräutertöpfen

Die Kräuter sollten immer frisch und gesund aussehen, also ein sattes Grün aufweisen, keine gelben oder gar welken Stellen haben oder von Schimmel befallen sein. Im Supermarkt gibt es meist eine kleine Auswahl an gängigen Topfkräutern, in der Regel Petersilie, Basilikum und Schnittlauch. „Diese werden regelmäßig neu in die Regale gestellt. Man kann diese durchaus kaufen und genießen, das ist vollkommen okay“, so die Erfahrung von Diana Helbig.

Der Vorteil des Fachhandels oder Gartencenters liegt in der großen Auswahl an verschiedenen Kräutern. „Hier gibt es dann nicht nur Basilikum, sondern gleich fünf verschiedene Sorten für jeden Geschmack. Ein weiterer Vorteil liegt in der kompetenten

Beratung, die der Supermarkt natürlich nicht leisten kann“, so die Pflanzenexpertin.

Pflege der Küchenkräuter

Nach dem Kauf sollte man die Kräuter in größere Töpfe, Kübel oder Kästen pflanzen. Entweder hat das Gefäß ein Loch, sodass überschüssiges Wasser abfließen kann oder es besitzt einen Wasserspeicher – die meisten Kräuter mögen keine Staunässe. Da das Substrat häufig erschöpft ist, lässt sich mit neuer Erde und etwas Dünger die Lebenszeit erhöhen. Hierzu Kräutererde oder alternativ hochwertige Pflanzerde verwenden und organischen Langzeitdünger einarbeiten, empfiehlt die Expertin – beispielsweise eine Kombination aus Horngries und Hornspänen oder neuere organische Dünger wie Schafwolldünger.

Kräuter wie Rosmarin, Oregano, Olivenkraut und Thymian mögen eher weniger Wasser, viele Kräuter aber brauchen es feuchter. Daher muss man regelmäßig kontrollieren, ob sich im Wasserfang noch Wasser befindet. Wichtig: Staunässe muss vermieden werden, da sonst Wurzelschäden entstehen. An einem sonnigen und auch windigen Ort muss natürlich mehr gewässert werden als an einem schattigen Ort. Grundsätzlich gilt: lieber häufiger gießen, aber kontrolliert.

Schädlinge und Krankheiten

Verschiedene Kräuter
Kräuter sind in der Küche vielseitig verwendbar. Quelle: mev

Neben Wasser und Boden sind auch Licht und Luft wichtig für die Gesundheit der Pflanzen. Je günstiger die Bedingungen für die Kräuter sind, desto geringer ist der Befall von Schädlingen und Krankheiten. Pflanzenexpertin Helbig rät: „Stehen die Kräuter im Innenraum, sollte regelmäßig gelüftet werden. Da zu dichte Pflanzungen Läuse und Pilzerkrankungen fördern, sollten Kübel und Kästen nicht zu voll gepflanzt werden – lieber weniger, dafür ausgewählte Kräuter kombinieren, die auch tatsächlich in der Küche zum Einsatz kommen.“

Bei leichtem Schädlingsbefall kann man die betroffenen Pflanzenteile rausschneiden, bei kurzlebigen Kräutern lohnt es sich, die Pflanzen komplett auszutauschen. Die meisten Kräuter sind durch ihre Aromen besser gegen Schädlinge geschützt als andere Pflanzen.

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