Last Minute in die Sonne

Wie Sie ein Urlaubs-Schnäppchen finden

Verbraucher | Volle Kanne - Last Minute in die Sonne

Wer seinen Urlaub noch nicht gebucht hat, hofft vielleicht auf ein Last-Minute-Angebot. Doch Spanien ist teuer, die Türkei ist vielen zu unsicher. Wohin also kann die Reise gehen?

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5 min
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Video verfügbar bis 07.07.2017, 14:00

Die Ferienzeit in Deutschland beginnt. Da schaut manch einer kurz entschlossen am Flughafen oder in Online-Portalen nach einer günstigen Reise in den Süden. Aber haben Sonnenhungrige in diesem Jahr gute Chancen auf ein Last-Minute-Schnäppchen?

Die Tourismusunternehmen setzen seit einigen Jahren aus Gründen der Planbarkeit verstärkt auf Frühbucherrabatte. Die finanziellen Anreize für Frühbucher sind sehr ähnlich wie bei Last-Minute-Angeboten. Wer ein bestimmtes Hotel sucht oder bestimmte Vorstellungen von Region oder Reiseart hat (wie ein Familienzimmer, Rutschen am Pool, Hotel direkt am Strand), sollte früh buchen. Bei frühen Buchungen ist auch die Auswahl größer. Gerade beliebte Hotels sind in der Ferienzeit schnell ausgebucht. „Insgesamt sieht man klar, dass der Trend sich zu den Frühbuchern verschoben hat“, weiß Reiseexperte Ralf Hieke. Dennoch: Last-Minute-Reisen mit gutem Sparpotenzial sind längst nicht ausgestorben.

Last-Minute-Angebote gibt es in der Regel zwischen zwei und vier Wochen vor Abflug. Ebenso kann man Super-Last-Minute-Schnäppchen machen – mit Buchung nur wenige Tage vor Abflug. Doch nicht hinter jedem Angebot muss ein Super-Preis stecken, nur weil „Last Minute" draufsteht. Da der Begriff nicht geschützt ist, kann es durchaus vorkommen, dass ein günstiges Kurzfrist-Angebot auch schon zuvor zu einem niedrigen Preis zu haben war.

Flexibel sein

Je flexibler Sie in Bezug auf Ziel, Abflughafen, Reisezeitraum und Hotelkategorie sind, desto größer ist die Auswahl und auch die Wahrscheinlichkeit steigt, ein besseres Preis-Leistungsverhältnis zu erwischen. Wichtig: Wer spontan in die Ferne fliegt, muss seinen Impfschutz und die Einreisebestimmungen des Ziellandes prüfen.

Gespart werden kann besonders bei der Wahl des Abflughafens. „Man muss schauen, wo gerade keine Ferien sind. In Bundesländern ohne Ferien kann es eher Kapazitäten geben und das senkt natürlich die Preise. Das gilt nicht nur für Regionalflughäfen, es kann auch von großen Drehkreuzen günstig losgehen“, erklärt Ralf Hieke.

Reisen im Sommer

Wer dem unbeständigen Wetter in Deutschland entkommen möchte, kann in der Türkei, in Ägypten und in Tunesien Urlaubs-Schnäppchen finden. Gebiete am westlichen Mittelmeer wie Spanien und Portugal sind stark nachgefragt und dementsprechend teuer. „In der Türkei werden vor allem große Hotels mit All-inclusive-Angeboten gebucht, in Spanien gibt es eher Halbpension. Aber bei vergleichbaren Angeboten wäre die Türkei 200 bis 300 Euro pro Person günstiger“, gibt Hieke zu bedenken.

Allerdings haben viele Kunden Bedenken, in die Türkei oder nach Tunseien zu reisen. „Das hat mit dem Anschlag in Istanbul an Aktualität gewonnen. Die Buchungszahlen liegen stark unter denen im Vorjahr. Bei uns in der Beratung machen wir es folgendermaßen: Wenn ein Kunde es anspricht, verweisen wir auf das Auswärtige Amt“, sagt Hieke. Derzeit gibt es für die Türkei keine Reisewarnung. Aber letztlich müsse der Kunde entscheiden, ob er ein gutes Gefühl hat oder nicht. Alternativ kann man auch in Kroatien oder Griechenland noch Schnäppchen bekommen – und auch auf den Kanaren oder Madeira kann bezahlbare Urlaubsstimmung aufkommen.

Achtung unseriöses Angebot

Wenn auf einer Seite im Netz ein Hotel übertrieben günstig angeboten wird, sollte man skeptisch werden. Achten Sie auf das Impressum, das ein wichtiges Indiz für einen serösen Anbieter sein kann. Oder fragen sie direkt beim Hotel nach, ob das Angebot korrekt ist. Auch Bewertungen im Netz über den Anbieter können weiterhelfen. Wenn man unsicher ist, kann man ins Reisebüro gehen.

Ob die Buchung dann über das Internet oder das Reisebüro erfolgt, ist in der Regel egal. Schließlich greifen alle Vertriebskanäle meist auf dieselben Preise zurück, zudem gibt es seitens der Reiseveranstalter eine Preisbindung. „In der Reisebranche gibt es mehr oder weniger überall den gleichen Preis. Wir fischen ja alle im selben Markt. In erster Linie ist die Verkaufsart eine andere“, bestätigt Ralf Hieke.

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