Neue psychoaktive Substanzen

Legal Highs täuschen Harmlosigkeit vor

Legal Highs

Verbraucher | Volle Kanne - Neue psychoaktive Substanzen

Sogenannte "Legal Highs", sind Kräutermischungen mit gefährlicher Wirkung. Haben Sie schon mal von den legalen Drogen gehört? Was sollte der Gesetzgeber Ihrer Meinung nach dagegen unternehmen?

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In bunten Tütchen und Döschen mit witzigen Namen locken synthetische Drogen durch ihre harmlose Aufmachung. Unkompliziert und billig über das Internet erhältlich sind die sogenannten "Legal Highs", getarnt als Kräutermischung, Raumparfüm oder Badezusatz. Die Risiken werden im Netz oft verschwiegen. Dabei handelt es sich um gesundheitsgefährdende, psychoaktive Drogen.

Neue psychoaktive Stoffe (NPS) sind meist synthetische Substanzen, die gelegentlich auch als "Designerdrogen", "Research Chemicals" oder auch "Legal Highs" bezeichnet werden. In den letzten Jahren ist eine ständig zunehmende Anzahl derartiger Stoffe aufgetaucht. Die Europäische Beobachtungsstelle für Drogen und Drogensucht (EBDD) hat im Rahmen des europäischen Frühwarnsystems bis zum Jahresende 2015 mehr als 560 neue psychoaktive Stoffe ermittelt. Die Anzahl der in der Europäischen Union gemeldeten neu aufgetretenen psychoaktiven Substanzen stieg in den Jahren 2012 bis 2015 kontinuierlich an: 2012 wurden 73 NPS gemeldet. 2015 waren es 100 gemeldete NPS.

Die (Neben-)Wirkungen

Die in der Regel synthetisch hergestellten Designerdrogen erzeugen einen intensiven Rauschzustand, der je nach Substanz dämpfend oder euphorisierend bis zu halluzinogen sein kann. Die Wirkstoffe sind gar nicht oder unzureichend auf der Verpackung angegeben, so dass die Konsumenten ein unkalkulierbares gesundheitliches Risiko eingehen.

Neben physischen Symptomen wie Herzrasen, Atemproblemen, Muskelkrämpfen, Kreislaufproblemen bis zur Bewusstlosigkeit, Übelkeit und Lähmungserscheinungen kann es auch zu Angstzuständen, Panikattacken und Wahnvorstellungen kommen. Es können sogar schwere Psychosen ausgelöst werden. Zudem haben Legal Highs ein hohes Suchtpotenzial.

Gesetzliches Schlupfloch soll gestopft werden

Legal Highs wurden eigens dafür entwickelt, das Betäubungsmittelgesetz gezielt zu umgehen. Substanzen, die dem Betäubungsmittelgesetz unterliegen, sind illegal. Doch da es sich im Fall der Legal Highs um unbekannte Substanzen handelt, findet dieses Gesetz hier keine Anwendung.

Die Regierung brachte aber ein Verbot für die neuen künstlichen Drogen im Mai auf den Weg. Mit dem neuen Gesetz sollen Handel, Einfuhr, Verbreitung und Herstellung von neuen psychoaktiven Stoffen verboten und unter Strafe gestellt werden. Das Verbot bezieht sich auf ganze Stoffgruppen, um eine Verbreitung in immer neuen Varianten zu verhindern.

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