Leben mit Rheuma

Hiltrud K. hat seit 40 Jahren rheumatoide Arthritis. Ihre Tochter war gerade einmal ein Jahr alt, als es anfing. Heute geht es ihr gut, dank eines Medikaments, das ihre Beschwerden deutlich lindert.

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5 min
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20.07.2020
Video verfügbar bis 20.07.2021

Unter dem Stichwort "Rheuma" werden über 100 verschiedene Krankheitsbilder zusammengefasst. Die Symptome dieser Krankheitsbilder können unterschiedlich sein, doch bei allen Krankheitsformen richten sich Abwehrzellen gegen körpereigene Zellen und lösen Entzündungen aus. Die rheumatoide Arthritis ist dabei die häufigste entzündliche Gelenkserkrankung. Frauen leiden etwa dreimal häufiger darunter als Männer. Die Ursache der Krankheit ist unbekannt. Es wird vermutet, dass genetische Faktoren, Viren oder Bakterien der Auslöser sind.  

Rheumatoide Arthritis

Die Patienten leiden unter starken Schmerzen, werden häufig arbeitsunfähig und sind in ihrer Lebensqualität eingeschränkt, außerdem kann die rheumatoide Arthritis auch Organe wie das Herz oder die Lunge angreifen.

Um eine rheumatoide Arthritis wirksam behandeln zu können, ist es wichtig, die Krankheit früh zu behandeln. Eine Therapie sollte spätestens drei Monate, nachdem die ersten Krankheitszeichen aufgetreten sind, beginnen. Die rheumatoide Arthritis hat unterschiedliche Krankheitsverläufe, doch unbehandelt führt sie am Ende immer dazu, dass die betroffenen Gelenke unbeweglich werden und versteifen. Es gibt mehrere Therapieformen.

Medikamentöse Therapie

Bei Erkrankungsbeginn mit vielen entzündeten Gelenken werden Glukokortikoide (Kortison) eingesetzt. Das Kortison unterdrückt die Entzündung und die Schwellungen sehr rasch und gibt den behandelnden Ärzten Zeit, bis sie die Patienten optimal mit Basismedikamenten eingestellt haben. Schnell das optimale Basismedikament zu finden, ist das oberste Ziel der Ärzte, da durch die Kortison-Einnahme Nebenwirkungen entstehen können. Die Basismedikamente greifen in das Immunsystem ein und verzögern die Zerstörung der Gelenke und unterdrücken sie bestenfalls ganz.

Biotechnologisch hergestellte Eiweißsubstanzen, die die Entzündungen im Körper unterdrücken, sogenannte Biologika, haben die Rheumatherapie Anfang der 2000er-Jahre revolutioniert. Sie wirken rascher als die traditionellen Basismedikamente und führen bestenfalls zum Stillstand der Erkrankung.

Nicht medikamentöse Therapie

Oberstes Ziel dieser Therapie ist es, die Gelenke zu stärken und Muskeln aufzubauen. So kann man sicherstellen, dass der Patient im Alltag beweglich bleibt. Dies kann zum Beispiel durch Physiotherapie (Krankengymnastik) erreicht werden.

Eine psychologische Behandlung hilft den Betroffenen, die Krankheit und den Schmerz, sowie häufig auch depressive Stimmungslagen und Ängste, zu bewältigen.

Operation und Prothese

Unter bestimmten Voraussetzungen kann es sinnvoll sein, die von einer rheumatoiden Arthritis befallenen Gelenke, Sehnen oder Schleimbeutel zu operieren. Vor allem große Gelenke lassen sich durch eine Prothese ersetzen, zum Beispiel bei Schäden an der Hüfte.

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Videolänge:
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