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Lungenhochdruck

Pulmonale arterielle Hypertonie

Lisa Wagner ist 20 Jahre alt, als bei ihr die ersten Symptome auftreten, dann der Schock: pulmonale arterielle Hypertonie - eine seltene Erkrankung, die unbehandelt zum Tod führt.

Beitragslänge:
6 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 28.10.2020

Kurzatmigkeit, Brustschmerzen, Schwindel, Leitungsschwäche – Beschwerden, die zunächst eher unauffällig sind, können auf eine gefährliche Lungengefäßerkrankung hinweisen: Lungenhochdruck.  Häufig bleibt er lange unentdeckt, da der Blutdruck in der Lunge nicht so einfach zu messen ist.

Lungenhochdruck – wie entsteht er?

Der Blutkreislauf des Menschen ist zweigeteilt. Im großen Kreislauf fließt das sauerstoffreiche Blut von der linken Herzhälfte durch den Körper und versorgt die Organe mit Sauerstoff. Im kleinen Kreislauf pumpt die rechte Herzhälfte das sauerstoffarme Blut in die Lunge, wo es wieder mit Sauerstoff angereichert wird. Von dort fließt es zurück in das linke Herz. Im Lungenkreislauf ist der Druck normalerweise viel kleiner als im großen Blutkreislauf. In Ruhe liegt er bei etwa 15 mm Hg. Bei einem Bluthochdruck im Lungenkreislauf liegt der mittlere Druck in den Lungenarterien in Ruhe bei 25 mm Hg und mehr. Bei einem dauerhaft erhöhten Druck kommt es zu einer Überlastung des Herzens und als Folge zu einer Herzschwäche, einer so genannten Herzinsuffizienz.

Da es verschiedene Ursachen und Formen eines Lungenhochdrucks gibt, richtet sich die Behandlung nach den zugrunde liegenden Grunderkrankungen und den jeweiligen Symptomen. Ein Lungenhochdruck entwickelt sich schleichend fortschreitend und verläuft unbehandelt tödlich.

Behandlung

Die Behandlung eines Lungenhochdrucks hängt von seiner Ursache ab. Sollten bestimmte Erkrankungen als Auslöser diagnostiziert werden, müssen diese behandelt werden. Da die Diagnose in den meisten Fällen erst spät erfolgt, geht oft wichtige Zeit verloren in der man Patienten mit Lungenhochdruck hätte behandeln könnte. Die pulmonale arterielle Hypertonie gilt aktuell als nicht heilbar. Allerdings kann diese besonders schwere Form des Lungenhochdrucks durch eine medikamentöse Therapie inzwischen so erfolgreich therapiert werden, dass ein Fortschreiten der Erkrankung deutlich verzögert werden kann.

Hierfür gibt es inzwischen eine Vielzahl von Medikamenten, die auf den gestörten Prozess der Botenstoffe in den Lungengefäßen so einwirken, dass sich diese wieder erweitern. Bei einigen Patienten stellt sich durch die medikamentöse Therapie sogar eine vorübergehende Besserung des Zustands ein. Bei einem weit fortgeschrittenen Stadium des Lungenhochdrucks kommt für Patienten eine Lungentransplantation in Frage. Für eine optimale medizinische Behandlung sollten sich betroffene Patienten in einem spezialisierten Zentrum für Lungenhochdruck behandeln lassen. Diese Zentren sind bundesweit zu finden. Informationen hierzu finden sich beim „Lungeninformationsdienst“ sowie dem Selbsthilfeverein „pulmonale hypertonie e.v.“ (siehe dazu die Kontaktinformationen unten.)    

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