Lungentraining zu Hause

In Corona-Zeiten kann es sinnvoll sein, seine Lunge zu trainieren. Fitnesscoach Ralf Rotzek zeigt dazu Übungen, die jeder zu Hause nachmachen kann, um seine Lungenleistung schonend zu stärken.

5 min
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27.04.2020
27.04.2020
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 27.04.2021

Schwere Verläufe von Covid-19 greifen die Lunge an, Lungenentzündungen sind die Folge. Können wir unsere Lunge vorbeugend stärken, damit sie mit diesem Virus besser zurecht kommt? Experten bejahen das, denn eine starke Lunge ist auch gegen Krankheiten besser gewappnet. Allerdings: Es ist nicht möglich die Lunge wie einen Muskel zu trainieren – sondern den Bereich um die Lunge herum und das Lungenvolumen.

Die richtige Haltung

Um die Kapazität der Lunge richtig auszunutzen, ist es wichtig, dass man dem Zwerchfell genug Spielraum gibt. Das Zwerchfell ist ein flacher, scheibenförmiger Muskel, der den Oberkörper in den Brust- und den Bauchraum teilt. Es trennt die linke Lungenhälfte von Magen und Milz und die rechte Hälfte der Lunge von der Leber ab.

Durch eine falsche Körperhaltung wird das Zwerchfell oft zusammengedrückt, dadurch werden die unteren Lungenabschnitte schlecht durchblutet und belüftet. Mit einer aufrechten Körperhaltung kann man dem entgegenwirken - und so die Lunge stärken. Dazu setzt man sich aufrecht hin, kippt das Becken leicht nach vorne, nimmt die Schulter locker zurück, schaut geradeaus und atmet so langsam ein paarmal ein und aus.

Draußen oder drinnen?

Im Prinzip ist es gut, wenn möglich alle Übungen draußen, z.B. auf einem Balkon oder auf der Terrasse, durchzuführen. Drinnen ist der Sauerstoffgehalt der Luft zwar nicht geringer, aber die Schadstoffbelastung könnte höher sein.

Bewusst Atmen

Bewusste Atemübungen, zum Beispiel beim Stretching, Yoga oder Gymnastik, können helfen, die Lungenfunktion zu steigern. Viele Menschen neigen in Stresssituationen zur "Flachatmung", das heißt, sie atmen nur in den Brustkorb und nicht bis in den Bauch. Mit den Atemübungen kann man dem entgegenwirken. urch tiefere Atmung wird das Zwerchfell und damit auch die Lungenaktivität wesentlich mehr aktiviert. Wichtig ist, dass man sein Trainingslevel langsam steigert, um die Lunge nicht zu stark zu beanspruchen. 

Ebenfalls von großer Bedeutung ist, dass man seine geplanten Atemübungen vorher mit einem Arzt abspricht. Nicht jede Atemübung ist für jeden geeignet, vor allem wenn man Vorerkrankungen im Bereich der Atemwege hat.  

Ausdauersport

Den größten Effekt auf die Lunge hat Ausdauersport. Die positiven Folgen von regelmäßig betriebenem Ausdauersport sind sinkende Atemfrequenzen und eine Vergrößerung der Gasaustauschfläche.

Die Atmungsabläufe werden optimiert und so wird insgesamt die Lungenfunktion verbessert.
Wichtig ist auch beim Sport die Regelmäßigkeit, damit sich die Lungenleistung kontinuierlich steigern kann. Die mit Sport (oftmals) einhergehende Gewichtsreduzierung hat ebenfalls einen positiven Effekt auf die Lungenfunktion.

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