Mediterranes Flair für den Garten

Zitruspflanzen und Co. zaubern Urlaubsatmosphäre

Verbraucher | Volle Kanne - Mediterranes Flair für den Garten

Mit nur wenigen Kniffen kann man sich mediterranes Flair nach Hause holen. Pflanzenexperte Elmar Mai erklärt, welche Pflanzen sich eignen und gibt Tipps zur Pflege.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 24.08.2017, 14:00

Sich auf dem Balkon oder im Garten wie im Urlaub fühlen? Ob toskanisch, andalusisch oder provenzalisch - mit nur wenigen Kniffen kann man sich das mediterrane Flair nach Hause holen. Pflanzenexperte Elmar Mai bringt den Zauber südlicher Länder in heimische Gefilde.

Baumaterialien - wie helle Marmorplatten auf dem Balkon oder der Terrasse - schaffen einen Hauch von "la dolce vita". Grundsätzlich sind helle, warme und erdfarbene Farbtöne geeignet. Die Pflanzen setzt man am besten in Terrakottagefäße. Hinzu kommen Düfte von Jasmin, Rosmarin, Salbei und Lavendel.

Zitruspflanzen, Olivenbäume und Co.

Tiefgrüne, glänzende Blätter, herrlich duftende Blüten und leuchtend gelbe und orangefarbene Früchte in allen Reifestadien - die Schönheit der Zitrusbäume verzaubert alle Pflanzenfreunde. Besonders geeignet sind Zitrone, Limette, Kumquat und Orange.

Aber auch Bananen-, Oliven- und Feigenbäume sowie Hibiskusbüsche sorgen für ein schönes Bild auf dem Balkon oder im Garten. Die meisten von ihnen sind allerdings nicht winterfest, vertragen nur vorübergehend Temperaturen bis zu null Grad. Idealerweise überwintern sie in ungeheizten, hellen Räumen bei fünf bis zehn Grad.

Geeignete Pflanzgefäße

Amphoren, Vasen oder Kelche sehen zwar schön aus, sind jedoch nicht unbedingt als Pflanzgefäße geeignet. Die Standfläche sollte nicht zu klein sein, das Gefäß nach oben nicht enger werden. Was die Größe des Pflanzgefäßes angeht, sollte zwischen Pflanze und Topf ein harmonisches Verhältnis bestehen. Gleichgroße Gefäße wirken edel und ruhig, unterschiedlich große Gefäße eher lebendig.

Ton und Terrakotta sind für das mediterrane Flair natürlich die Nummer eins unter den Kübeln und Gefäßen. Mittlerweile gibt es auch sehr gute Imitate, die preiswerter und deutlich leichter sind. Alternativ können aber auch Holzfässer genutzt werden.

Palmen und Kletterpflanzen

Trachycarpus fortunei
Trachycarpus fortunei - japanische Hanfpalme

In einem mediterranen Garten stellt man sich natürlich auch Palmen vor. Doch nur wenige Ausnahmen wie die chilenische Palme sind winterfest. Die Hanfpalme wird mit bis zu sechs Metern sehr groß, im Winter muss das Herz trocken gehalten werden, da nur dort neue Triebe gebildet werden können. Sie kann entweder im Kübel gehalten oder direkt in den Garten gepflanzt werden.

Drillingsblumen (auch Bougainvilleen genannt) sind Kletterpflanzen und werden in ihrer Heimat bis zu 20 Meter hoch. Es kann passieren, dass frisch gekaufte Drillingsblumen gleich Blüten und Blätter abwerfen. Sie mögen eigentlich keine Standortwechsel, gewöhnen sich aber dann rasch an ihre neue Umgebung. Nach der meist üppigen Frühjahrsblüte tritt eine circa vierwöchige Pause ein. Man sollte die neuen Triebspitzen in dieser Zeit um die Hälfte abschneiden und die Wurzeln etwas trockener halten. Sobald die neuen Blüten erscheinen, reichlich gießen. So ist Blütenreichtum bis in den Herbst hinein garantiert. Im Herbst schneiden; das regt neue Triebe an. So hat man im nächsten Jahr wieder viele Blüten. Drillingsblumen vertragen keinen Frost, sollten bei etwa zehn Grad überwintern.

Oleander und Lavendel

Als Sinnbild für den sonnigen Süden wird der Oleander immer beliebter. Es gibt eine große Auswahl an Blütenfarben. Beim Gießen im Sommer sollte man darauf achten, dass immer etwas Wasser im Übertopf oder auf einem Untersetzer stehen bleibt, das die Pflanze in den Folgestunden aufnehmen kann. Zum Überwintern reicht ein heller und frostfreier Raum.

Beim Lavendel gibt es zahlreiche neue Sorten in verschiedenen Farben. „Lavendel sollte im September geschnitten werden, damit er im Winter ‚neue Augen‘ anlegt“, rät der Pflanzenexperte. Die neuen Sorten sind alle winterhart.

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