Mit Zöliakie leben

Verbraucher | Volle Kanne - Mit Zöliakie leben

Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall können Symptome einer Gluten-Unverträglichkeit sein. Aber nicht nur diese Symptome passen zum Krankheitsbild Zöliakie. Unterschiedliche Beschwerden erschweren die Diagnose.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 16.05.2020, 09:05

Zöliakie-Patienten haben unterschiedliche Beschwerden im Verdauungstrakt. Unter anderem hat der Verzehr von Gluten zur Folge, dass Magenkrämpfe, Übelkeit und Durchfälle auftreten. Diese typischen Symptome einer Gluten-Unverträglichkeit haben aber nur etwa zehn Prozent der Betroffenen. Experten schätzen, dass die restlichen Patienten eher untypische Symptome, wie zum Beispiel Müdigkeit, Depressionen oder stagnierendes Wachstum im Kindesalter, aufzeigen. Aufgrund dieser unterschiedlichen Beschwerden kann sich die Diagnose einer Zöliakie über mehrere Jahre erstrecken. Erst eine gesicherte Diagnose durch Untersuchungen bei einem Gastroenterologen ist verlässlich.

Ein Gastroenterologe kann mithilfe einer Blutuntersuchung feststellen, ob Antikörper nach dem Konsum von Gluten gebildet werden. Die Blutprobe wird im Labor auf Transglutaminase, Endomysium und Gliadin untersucht. Eine endoskopische Dünndarmbiopsie kann die Diagnose zusätzlich absichern. Dabei werden Gewerbeproben entnommen und anschließend untersucht. Hilfreich ist außerdem ein Ernährungstagebuch, in dem Patienten festhalten, wann - also nach dem Konsum welcher Lebensmittel - sie Beschwerden haben und wie intensiv die Symptome sind.

Ernährungsumstellung als Therapie

Bis heute gibt es keine medikamentöse Therapie zur Behandlung der Zöliakie. Ein Muss ist für Betroffene aber der lebenslange Verzicht auf Gluten. Das bedeutet, dass sie Lebensmittel ersetzen beziehungsweise auf glutenfreie Produkte zurückgreifen müssen. Brot, Nudeln und andere Teigwaren gibt es in vielen Supermärkten auch ohne Gluten. Weizenmehl kann zum Beispiel durch Buchweizen-, Quinoa-, oder Kokosmehl ersetzt werden. Nur wenn der Darm keine Antikörper mehr gegen Gluten bildet und die Entzündungsreaktion rückläufig ist, können die Nährstoffe wieder wie gewohnt aufgenommen werden.

Patienten, die sogar kleinste Mengen von Gluten nicht vertragen, müssen ihre glutenfreie Ernährung besonders streng verfolgen und sollten keine Ausnahmen machen, da ihr Körper besonders schnell und intensiv mit Symptomen reagiert. Denn schon ab etwa 50 bis 100 Milligramm pro Tag können sich Beschwerden einstellen. Diese Patienten müssen unter Umständen auch auf Gluten in Medikamenten achten. Eine Ernährungsberatung kann Betroffenen helfen, andere Routinen zu schaffen und neue, glutenfreie Rezepte auszuprobieren.

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