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Mythen rund um die Blasenentzündung

Eine Blasenentzündung kann sehr schmerzhaft sein. Was sind die Ursachen und welche Mittel helfen wirklich um die Infektion zu bekämpfen?

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5 min
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08.07.2020
Video verfügbar bis 08.07.2021

Eine Blasenentzündung, auch Zystitis genannt, sorgt für Brennen beim Wasserlassen, ständigen Harndrang und Schmerzen im Unterleib. Ursachen für die Blasenentzündung sind in den meisten Fällen Bakterien, meist Darmbakterien, die in die Harnröhre gelangen. Dort breiten sie sich aus, bis sie schließlich auch die Blase erreichen und dort Entzündungen verursachen. Frauen trifft es besonders oft, denn im Vergleich zu Männern ist ihre Harnröhre sehr kurz, wodurch die Bakterien schneller zur Blase vordringen können.

Es wird zwischen einer unkomplizierten und einer komplizierten Zystitis unterschieden. Bei der unkomplizierten Zystitis handelt es sich um eine einfache Blasenentzündung, die etwa jede zweite Frau mindestens einmal im Leben erleidet und die mit Hausmitteln therapiert werden kann. Bei der komplizierten Zystitis begünstigen andere Begleitumstände oder Erkrankungen das Leiden, z.B. Harnsteine, Tumore oder Blasenfunktionsstörungen. Unbehandelte Blasenentzündungen können zu Komplikationen, etwa einer Nierenbeckenentzündung führen. Tritt die Blasenentzündung häufiger als dreimal jährlich auf, sollte im Ultraschall oder mit einer Blasenspiegelung überprüft werden, ob dies ernsthafte Ursachen hat.

Fördert Kälte eine Blaseninfektion?

Zugluft, Nässe und Kälte am Unterleib können eine Blaseninfektion begünstigen. Durch Unterkühlung wird die lokale Immunabwehr geschwächt, wodurch wiederum Bakterien leichteres Spiel haben. Wer anfällig für Blaseninfektionen ist, sollte unbedingt darauf achten Füße, Beine und Beckenbereich stets warm zu halten und nasse Badekleidung nach dem Schwimmen zügig zu wechseln.

Therapiemöglichkeiten

Gibt es eine Impfung gegen die Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung ist meistens eine bakterielle Entzündung - und gegen Bakterien kann generell nicht geimpft werden. Durch die angebotene Impfung in Spritzen- oder Kapselform wird die Immunabwehr gesteigert, sodass sich der Körper besser gegen die Bakterien wehren kann. Allerdings: Bei manchen Patientinnen hilft die Impfung, bei anderen nicht. Die Prophylaxe spielt eine wesentlich wichtigere Rolle. Die Kosten werden auch nicht standardmäßig von den Krankenkassen übernommen.

Wie gut helfen pflanzliche Mittel?

Trotz einem Mangel an Studien sind Ärzte davon überzeugt, dass viele frei verkäufliche, pflanzliche Präparate gegen Blaseninfektionen helfen können. Die Wirkstoffe sind jedoch sehr unterschiedlich. Nach Absprache mit dem Arzt können verschiedene Mittel ausprobiert werden.

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