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Chrysanthemen und Alpenveilchen

Novemberblüher: Tipps von Anja Koenzen

Novemberblüher wie Chrysanthemen und Alpenveilchen haben jetzt ihren großen Auftritt. Sie sorgen mit ihren leuchtenden Blüten für Farbe im Garten und auf dem Balkon.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 06.11.2020
Chrysanthemen
Aufspringen der Knospen einer Chrysantheme
Quelle: Imago /Chromoorange


Herbstchrysanthemen gehören zu den Kurztagspflanzen. Erst wenn die Tageslänge unter zwölf Stunden liegt, beginnen die Pflanzen, Blütenknospen zu bilden. Das ist erst Ende September der Fall. Danach dauert es sechs bis neun Wochen, bis sich die Blüten öffnen. Chrysanthemen gibt es allerdings schon ab September im Handel, da der Gärtner die natürliche Programmierung der Pflanzen ausnutzen und so die Blüte der Pflanzen steuern kann: Wenn man die Chrysanthemen den Sommer über immer wieder abdeckt und damit kürzere Tage simuliert, blühen sie schon früher. Zum Abdecken kann man beispielsweise lichtundurchlässige Folie oder bei Topfpflanzen auch einen Eimer verwenden.

Damit man lange etwas von der Blüte hat, sollten sie möglichst knospig gekauft werden. Je nach Sorte kann man mit einer Blühdauer zwischen 20 und 40 Tagen rechnen. Tipp: Jetzt in die Staudengärtnereien gehen und sich die schönsten Sorten anhand der blühenden Mutterpflanzen aussuchen und im Frühjahr kaufen und pflanzen.


Beliebte Chrysanthemen-Sorten

Auch an nebeligen Herbsttagen leuchten Chrysanthemen in orange, rot, pink, gelb oder diversen Kupfertönen. Nicht nur das Farbspektrum der Blüten ist groß, sondern auch ihre Formenvielfalt: Es gibt große, kleine, einfache, halbgefüllte und gefüllte Blüten. Zudem auch pomponblütige, spinnenförmige und anemonenblütige Sorten.

Tipp: Da die Blüten sehr lange halten, sind sie ein idealer Vasenschmuck.


Pflege-Tipps

Regelmäßig gießen: Chrysanthemen müssen regelmäßig gegossen werden – auch bei Regen! Denn die Büsche sind so dicht, dass selbst bei intensiven Regengüssen nicht ausreichend Wasser an die Wurzelballen gelangt. Wenn man in Intervallen gießt, kann man sicher sein, dass das Wasser nicht einfach nur durch den Topf durchfließt, sondern auch ausreichend aufgenommen wird.

Vor Kälte schützen: Die vorgezogenen Topf-Chrysanthemen können an sonnigen aber auch schattigen Plätzen aufgestellt werden. Die Blüten der Topf-Chrysanthemen halten Frost bis etwa minus zwei Grad aus. Wird es kälter, werden die Blütenblätter braun. Meist sind die später blühenden Sorten etwas widerstandsfähiger. Tipp: Wenn Nachtfröste angekündigt sind, ein Vlies oder Zeitungspapier über die Pflanze legen, dann kann man sich länger an der Blütenpracht erfreuen.

Überwintern: Die jetzt gekauften Topf-Chrysanthemen weiter zu kultivieren ist oft ein heikles Unterfangen. Wer bei seinen frisch gekauften Chrysanthemen sicher gehen will, überwintert sie frostfrei. Ob sich ein Auspflanzen im nächsten Frühjahr lohnt, ist ungewiss, denn manche Sorten sind nicht ausreichend winterhart. In diesem Fall sollte man in der Staudengärtnerei nachfragen, welche Sorten sich ausreichend bewährt haben und winterhart sind. Allerdings sollte man diese besser im Frühling pflanzen.


Winterharte Alpenveilchen

Alpenveilchen
Alpenveilchen bringen Farbe in die Bepflanzung
Quelle: Imago / Panthermedia

Drei Arten der Alpenveilchen überstehen unsere Winter sehr gut und erfreuen uns jedes Jahr erneut mit ihren Blüten:
- Das „Wintergrüne Vorfrühlings-Alpenveilchen“ (Cyclamen coum) blüht im Februar und März und duftet dabei zart.
- Das „Europäische Alpenveilchen“ (Cyclamen purpurascens) duftet ebenfalls zart. Es öffnet im Juli und August seine Blüten und sein Laub treibt danach wieder neu aus.
- Das „Herbst- oder Efeublättrige Alpenveilchen“ (Cyclamen hederifolium) blüht von August bis Oktober und zum Teil noch in den November hinein. Nach der Blüte treiben die hübschen Blätter aus, die den ganzen Winter über attraktiv bleiben und erst im Frühsommer wieder einziehen.

Die größer werdenden bis zu 30 Zentimeter hoch wachsenden „Zimmer-Alpenveilchen“ (Cyclamen persicum) vertragen kaum Frost. Sie eignen sich gut fürs Haus, im Spätsommer und Herbst auch zur Saisonbepflanzung im Freien.


Pflanztipp für den Balkon mit Alpenveilchen

Ein bepflanzter Weidenkorb oder eine Schale kann den ganzen Winter dekorativ sein und sich sogar im Frühjahr ohne extra Mühe in eine Frühlingsbepflanzung verwandeln.


Alpenveilchen im Freien

Alpenveilchen eignen sich nicht nur in der Schale, sondern auch für halbschattige, etwas geschützte Beete unter höheren Gehölzen. Dort bilden sie im Laufe der Jahre dichte Teppiche. Auch in beschatteten Steingärten sind sie gut aufgehoben.

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