Novemberblüte

Abschied vom Garten, mehr Leben in der Wohnung

Verbraucher | Volle Kanne - Novemberblüte

Spätestens nach dem ersten Nachtfrost werden viele Blumen im Garten braun. Das bedeutet langsam Abschied vom Garten zu nehmen und dafür die Innenräume etwas bunter zu gestalten. Gartenxperte Elmar Mai weiß, wie das geht.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 09.11.2018, 09:05

Zu den klassischen Winterblühern gehören Christrosen, Heide und Alpenveilchen. Alle drei haben eine recht lange Blütezeit und sind sehr pflegeleicht. „Die Heide ist mehr für sonnige Lagen, Christrosen und Alpenveilchen dagegen gedeihen unter Sträuchern oder im lichten Schatten recht gut. Alle drei haben dauerhafte Belaubung, zieren also auch ohne Blüten“, so Gartenexperte Elmar Mai.

Pflanzung und Pflege

Zu beachten bei der Pflanzung: Der Wurzelballen muss gut angeraut werden und die Pflanzung nass erfolgen. Das bedeutet, dass man vor Pflanzung reichlich Wasser in das Pflanzloch gibt und die Erde dicht an den Wurzelballen anspült. Das gewährleistet einen guten Erdschluss. Elmar Mai erklärt: „Ansonsten kann sich leicht ein Spalt zwischen dem Wurzelballen und der Umgebung bilden, es kommt kein Wasser an die Wurzeln und die Pflanze geht im Winter ein.“ Christrosen und Alpenveilchen sollte man nach der Pflanzung in Ruhe lassen, dann gedeihen sie am besten.

Auch die Heide wird nass gepflanzt. Hier ist aber direkt nach der Blüte ein Rückschnitt erforderlich, auch mitten im Winter. Dazu wird stufenweise alles Abgeblühte mit einer scharfen Schere entfernt, bis nur noch grünes Laub zu sehen ist. „Je weniger man schneidet, desto kräftiger entwickelt sich die Pflanze im kommenden Jahr und kann mit der Zeit formschöne, kleine Büsche ergeben.“ Durch die Auswahl von Sommer- und Winterheide kann man die Blütezeit sogar bis ins kommende Frühjahr verlängern.

November im Zimmer

Viele Zimmerpflanzen stammen aus den Tropen und haben einen anderen Rhythmus als Sommer und Winter. Entscheidend in vielen Gegenden ist eher, wann es regnet und wann Trockenzeit herrscht. In vielen Regionen der Welt fällt die Regenzeit in den Winter, das heißt, dann blühen und fruchten sie auch, während sie im Sommer eher eine Ruhepause mit wenig Dünger und Wasser benötigen.

Kalanchoen
Kalanchoen Quelle: Imago/Gottfried Czepluch

Ihrer tropischen Herkunft geschuldet, kommen sie mit trockener Zimmerluft oft gut klar. Das macht sie zu pflegeleichten Mitbewohnern. Beispiele für ein paar besonders leicht zu pflegende Arten sind Anthurien, Weihnachtskakteen und Kalanchoen.

Was gibt es zu beachten?

„Da unsere Winter sowohl bezüglich der Tageslänge als auch wegen der verminderten Sonnenenergie sehr lichtarm sind, ist die südliche Fensterbank anders als im Sommer kein Problem, sondern eher förderlich“, weiß Elmar Mai. „Anthurien stellen noch die anspruchsvollsten Vertreter in diesem Trio dar, während sich Weihnachtskakteen und Kalanchoen als sukkulente Pflanzen auf einer beheizten Fensterbank sogar wohler fühlen als auf einer nicht beheizten.“

Anthurien können auch an einem hellen Platz im Zimmer stehen. Sie sollten am besten einmal pro Woche getaucht werden. Weihnachtskakteen und Kalanchoen dagegen brauchen viel Licht und freuen sich über ein paar Tropfen Wasser alle paar Tage -  getreu der Regel ‚weniger ist mehr‘. Dünger ist erst wieder im Frühjahr erforderlich, wenn die Pflanzen nach der Blütezeit mit dem Neutrieb von Blättern beginnen. Im Winter ist lediglich Gießen und Genießen angesagt.

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