Ostereier natürlich färben

Farbvielfalt aus dem Pflanzensud

Hauptsache bunt: Zu Ostern gehören Eier einfach dazu - und dann leuchten sie in den schillerndsten Farben. Um Eier zu färben, muss man sich nicht künstlicher Farben bedienen, es geht auch natürlich. Die Färbung wird damit zwar weniger intensiv, jedoch können natürliche Färbemittel zum Beispiel für Menschen mit Allergien verträglicher sein.

Der Anblick ist bekannt: Entfernt man bei gefärbten Eiern die Schale, ist das darunter liegende Eiweiß oft alles andere als weiß. Durch kleinste Risse in der Eierschale dringen die Farben ins Eiweiß und werden damit verspeist. Dies ist an sich ungefährlich, jedoch können die künstlichen Farbstoffe bei empfindlichen Personen sogenannte Pseudo-Allergien auslösen. Damit werden Unverträglichkeiten bezeichnet, deren Symptome einer Allergie gleichen, an der das Immunsystem aber nicht beteiligt ist. Die Reaktionen können zum Beispiel Nesselsucht, Hautödeme oder Asthma sein.

Dieses Risiko geht vor allem von den Azo-Farbstoffen Tartrazin (E 102), Gelborange (E 110), Azorubin (E 122), Cochenillerot (E 124a), Allurarot (E 129) und dem Farbstoff Chinolingelb (E 104) aus. Außerdem stehen die Farbstoffe in Verdacht, bei Kindern zu Hyperaktivität und Aufmerksamkeitsstörungen zu führen. Um diese Risiken auszuschließen, sollte man Ostereier selbst färben, am besten mit natürlichen Pflanzensuden in verschiedenen Farben.

Im Pflanzensud färben

Bevor es ans Färben geht, werden die raumtemperierten Eier in bereits kochendes Wasser gegeben, wo sie acht bis zehn Minuten köcheln. Achtung: Kocht das Ei zu lange, verfärbt sich der Dotter und wird dunkel, da das darin enthaltene Eisen oxidiert. Tipp: Legt man das Ei vor dem Kochen in Essigwasser, wird es gereinigt und die Schale etwas aufgeraut, damit später die Farbe besser hält. Nach dem Kochen sollte man die Eier nicht abschrecken, denn sonst könnten eventuell im Wasser enthaltene Bakterien durch Risse in der Schale in das Innere des Eis gelangen, wo sie sich vermehren und dadurch die Haltbarkeit des Eis einschränken könnten.

Wenn das Ei in den Farbsud gelegt wird, sollte es heiß sein. Um den Sud herzustellen, sollten die Pflanzenteile 30 bis 40 Minuten in wenig Wasser und einem Schuss Essig gekocht und dann abgeseiht werden. Übrig bleibt der Sud, in den die gekochten Eier eingelegt werden. Je nach gewünschter Farbintensität kann man sie bis zu einer halben Stunde im Sud belassen, danach sollten sie abkühlen. Zum Nachbearbeiten können die Eier mit einem Küchentuch abgerieben werden, auf das ein paar Tropfen Öl gegeben wurden. So erhalten die Eier einen schönen Glanz.

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