Pflanzen gießen nicht vergessen

Bewässerungstipps für die Urlaubszeit

Verbraucher | Volle Kanne - Pflanzen gießen nicht vergessen

Auch während des Urlaubs müssen Pflanzen versorgt werden. Pflanzenexperte Elmar Mai stellt verschiedene Bewässerungssysteme für Zimmer, Garten und Balkon vor.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 06.07.2017, 14:00

Sommerzeit ist Reisezeit. Doch was geschieht mit Ihren Pflanzen, wenn Nachbarn und Freunde zur gleichen Zeit unterwegs sind und die Pflanzen nicht gießen können? Gartenexperte Elmar Mai gibt Tipps für die Bewässerung.

Generell gilt: Die Pflanzen sollten an einem Ort zusammengestellt werden, Zimmerpflanzen beispielsweise in die Badewanne. Günstig ist auch ein Ort, an dem es nicht zu warm ist. Dann ist die Verdunstung geringer. Bei Balkonpflanzen bietet sich die Bewässerung mit Regenwasser an.

Die Vorteile der Bewässerung mit Regenwasser liegen auf der Hand: Regenwasser ist kostenlos, für Blumen und Pflanzen bestens geeignet und Nachschub kommt in der Regel auch dann, wenn man längere Zeit nicht zu Hause ist. Regenwassersammelgeräte werden an die Dachrinne angeschlossen. Das können kleine Regentonnen sein, aber auch riesige Erdtanks für den gesamten Brauchwasserbedarf eines kompletten Wohnhauses.

Der Trick mit dem Ton

Ein gut geeignetes Bewässerungs-System ist der Blumat, der sich von selbst steuert. Wenn die Erde trocken ist, versorgt der Blumat die Pflanze mit Wasser. Der Trick dabei: ein hohler Tonkegel ist innen mit Wasser gefüllt und hermetisch abgedichtet. Da der Tonkegel für Wasser porös ist, wird bei Trockenheit der Erde Wasser nach außen gesaugt, im Tonkegel entsteht Unterdruck. Dieser Unterdruck öffnet ein Ventil, Wasser kann durch einen dünnen Schlauch tropfen und befeuchtet die Erde. Der Unterdruck saugt jetzt wieder so lange Wasser in den Kegel zurück, bis ein Druckausgleich hergestellt ist und das Ventil durch eine Rückholfeder geschlossen wird.

Wer größere Gartenteile bewässern muss, kann auf ein bisschen Technik nicht verzichten. Am zuverlässigsten arbeitet ein Bewässerungscomputer, der an einen Wasserhahn angeschlossen werden muss und mit unterschiedlichen, wählbaren Programmen ein Ventil öffnet oder schließt. Ein Schlauchsystem mit verschiedenen Schlauchstärken und Verzweigungen führt dann das Wasser zu den einzelnen Pflanzen.

Preiswerte Alternativen

Bewässerung Flasche
Bewässerung mit einer Flasche

Wenn man eine ausgediente PET-Flasche (natürlich geht auch eine aus Glas) mit Wasser füllt und umdreht, läuft sie aus. Wenn man den Ausfluss aber mit einem Tonkegel verschließt, entleert sie sich nur ganz langsam. Auf diesem einfachen Prinzip beruht die Bewässerung von Einzelpflanzen, wenn man ein solches System kopfüber in die Erde steckt. Der Wasservorrat ist abhängig von der Größe der Flasche.

Steht ein Vorratsgefäß, zum Beispiel eine Regentonne, zur Verfügung, lässt sich eine elektrische Tauchpumpe hineinhängen und über eine Intervallschaltung ein- bis mehrmals am Tag aktivieren. Über ein Schlauchsystem können alle Balkonkästen oder Kübelpflanzen daran angeschlossen werden. Der unterschiedliche Wasserbedarf kann über einen oder mehrere Tropfer, die zudem in gewissen Grenzen justierbar sind, an den Durst der Pflanze angepasst werden. Tipp: Nicht am letzten Tag vor dem Urlaub montieren, sondern vorher ausprobieren!

Eine etwas üppigere Variante ist mit einem Bewässerungscomputer, einer leistungsstarken Pumpe und einem entsprechend großen Wasservorrat für große Gärten möglich, sogar mit einem Rasensprenger, falls gewünscht. Für solche Fälle gibt es einen Regen-Sensor, der nur dann wässert, wenn es nötig ist. Das verlängert den Wasservorrat.

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