Pflegeleichte Heidegärten

Schöne Kombinationen mit Gräsern und Stauden

Verbraucher | Volle Kanne - Pflegeleichte Heidegärten

Sie sehen toll aus und sind dabei noch nicht einmal wirklich pflegeintensiv: Heidegärten sind ein echter Hingucker. Pflanzenexperte Elmar Mai erklärt, worauf es dabei ankommt.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 27.09.2017, 14:00

Pflegeleicht, anspruchslos und nahezu unkrautfrei: Wer wenig Zeit in Gartenarbeit investieren möchte, für den ist ein Heidegarten die ideale Wahl. Kombiniert mit Stauden oder schönen Gräsern ist er bis spät ins Jahr hinein ein echter Augenschmaus. Pflanzenexperte Elmar Mai gibt Tipps.

Ein Heidegarten ist eine Miniaturlandschaft, für die Heidekräuter als Bodendecker eingesetzt werden. Heidekräuter sind Zwergsträucher. Bei den Sorten unterscheidet man zwischen Sommer- und Winterheide. Zum Anlegen eines Heidegartens eignen sich vor allem drei Gattungen.

Die klassischen Heidekräuter sind Vertreter der Gattung Erica (sowohl Sommer- als auch Winterblüher), werden etwa 30 bis 45 Zentimeter hoch und bilden dichte Teppiche. Die Gattung Calluna und die Gattung Daboecia sind Sommerblüher, die ab Sommermitte bis zum Spätherbst blühen. Von den drei Gattungen gibt es eine riesige Anzahl verschiedener Blütenfarben und Laubausfärbungen. In der Lüneburger Heide blüht die Sommerheide bis in den Spätherbst hinein, die Winterheide blüht ab November.

Begleitpflanzen

Lampenputzergras
Heidekräuter lassen sich gut mit Gräsern kombinieren.

Als Begleitpflanzen eignen sich Gehölze wie Rhododendren, Lavendelheide, Kamelien, Ginster, Säulenwacholder, Birken, Kiefern oder Kulturheidelbeeren, aber auch Stauden und Gräser. Rhododendren blühen im zeitigen Frühjahr. Neben reinen Schattensorten, die sich nicht für Heidegärten, wohl aber für saure Böden eignen, gibt es auch Sonnensorten, die einen Heidegarten im Mai in ein Blütenmeer verwandeln. „Lavendelheide punktet neben der Verträglichkeit von Heideböden noch mit einem tollen Frühjahrsaustrieb in leuchtendem Rot und einer schönen Frühjahrsblüte“, weiß Gartenexperte Elmar Mai. Die unterschiedlichen Sorten sollte man immer so wählen, dass sie von Februar bis in den Sommer blühen und eine schöne Herbstfärbung haben. Außerdem sollten sie sehr unterschiedliche Wuchsformen aufweisen.

Besonders schön und vielseitig ist auch die Kombination mit Gräsern: Neben niedrigen Bodendeckern mit nur wenigen Zentimetern Wuchshöhe bis zu imposanten Solitären ist alles erlaubt. Auch in punkto Blattfarben und Blütezeiten sind Gräser vielseitig. Besonders in der späten Jahreszeit sorgen sie für einen spektakulären Schmuck. Die meisten Gräser sind ähnlich pflegeleicht wie Heidekräuter. Zur Auflockerung eignen sich Strukturelemente wie Steine, Wurzeln oder Felsen. Um einen Heidegarten lebendig zu gestalten, sollten man Hügel und Senken anlegen. In die Senken kann auch ein kleiner Teich oder ein Moor integriert werden. Die Wege sollten möglichst naturnah angelegt werden – hierfür eignet sich Rindenmulch oder Pinienrinde besonders gut. Wenn Sie gerade Linien bei der Weggestaltung vermeiden, wird der natürliche Eindruck unterstützt.

Sandige und saure Böden

Ein Heidegarten ist fast unkrautfrei und strapazierfähig. In ihren Standortbedingungen sind Heidegärten anspruchslos. Die Pflanzen ertragen relativ gut Trockenheit, die Böden können nährstoffarm, sandig und sauer sein. Elmar Mai rät zu einem humosen und lockeren Boden. Staunässe oder schwere Böden sind eher ungünstig. Einige Arten – wie etwa die Glockenheide – gedeihen aber auch im Sumpf und können am Teichrand stehen.

Heide ist ein Kleingehölz, das ab und zu geschnitten werden sollte - am besten gleich nach der Blüte. Beginnen sollte man mit dem Rückschnitt schon bei jungen Pflanzen. Den Schnitt ins alte Holz vermeiden, weil der Austrieb sonst schwächer ist. Zu lang gewordene Triebe sollte man besser eingraben und bewurzeln lassen. Nach dem Schnitt sollte noch etwas Grün zu sehen sein. Als Dünger empfiehlt sich organischer Langzeitdünger.

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