Im Ernstfall richtig handeln

Erste-Hilfe-Maßnahmen und die "Fünf-W-Regel"

Junge Frau beim "Erste-Hilfe-Kurs"

Verbraucher | Volle Kanne - Im Ernstfall richtig handeln

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Stabile Seitenlage, Herzmassage, Mund-zu-Mund-Beatmung: Spätestens bei der Führerscheinprüfung musste jeder einen Erste-Hilfe-Kurs mitmachen. Aber die gelernten Rettungsmaßnahmen geraten oft schnell in Vergessenheit. Dabei ist es wichtig, über Erste Hilfe Bescheid zu wissen, wenn man der erste Helfer am Unfallort ist.

Um im Notfall die richtige Hilfe leisten zu können, ist es wichtig, Ruhe zu bewahren. Der erste Helfer am Unfallort sollte die nötigen Erstrettungs-Maßnahmen leisten und schnell Unterstützung beim Notruf holen.

Erste Hilfe

Die erste Handlung im Ernstfall ist die Absicherung des Unfallorts - wobei der Ersthelfer sich natürlich selbst nicht in Gefahr bringen darf. Als nächstes sollte man versuchen, die verletzte Person anzusprechen. Ist das Unfallopfer bei Bewusstsein, wird überprüft, ob der Verletzte Worte verstehen kann und auf Körperberührung reagiert. Wichtig ist, die verletzte Person zu beruhigen, damit keine Panik ausbricht. Der Helfer sollte außerdem das Opfer in die stabile Seitenlage bringen. Ein Rettungsdienst muss dann so schnell wie möglich alamiert werden.

Wer als Helfer am Unfallort den Notruf alarmiert, sollte dem Rettungsteam bereits erste Informationen übermitteln. Dabei ist die so genannte "Fünf-W-Regel" hilfreich.

Auffrischung ist wichtig!

Neben der "Fünf-W-Regel" werden bei den Erste-Hilfe-Kursen auch weitere Schritte erklärt. Dazu gehören zum Beispiel der Transport sowie Beatmung und Herzmassage der Verletzten. Da die erlernte Erste Hilfe schnell in Vergessenheit gerät, ist es ratsam, in regelmäßigen Abständen wieder einen Kurs zu besuchen. So prägen sich die Rettungsmaßnahmen am schnellsten ein.

Entsprechende Kurse werden von den unterschiedlichsten Institutionen angeboten. Dazu gehören das Deutsche Rote Kreuz, Malteser, Johanniter, die Deutsche Unfallhilfe, der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) sowie verschiedene private Ausbildungszentren. Oft werden auch in Betrieben für Mitarbeiter Erste-Hilfe-Kurse angeboten - nachfragen lohnt sich in jedem Fall.

Herz-Druck-Massage

Das "European Resuscitation Council" (ERC) hat 2010 neue Leitlinien hinsichtlich einer erfolgreichen Reanimation herausgegeben. Diese verstehen sich allerdings nicht als "einzig richtiger Weg", sondern vielmehr als Zusammenfassung dessen, was anerkannte Experten der Reanimatologie aus den Studien der letzten Jahre abgeleitet haben.

Die Leitlinien sehen vor, dass jede Person (mit oder ohne Ausbildung) eine Herz-Druckmassage durchführen können sollte. Untrainierte sollten von Leitstellen zur alleinigen Herzmassage instruiert werden können. Die Leitstellen sollen mit Abfrageprotokollen versuchen einen Kreislaufstillstand zu erkennen und Anweisungen zur Wiederbelebung geben. Eine Herz-Druckmassage soll mindestens fünf Zentimeter tief erfolgen (nach den letzten Leitlinien von 2005 lag dieser Wert bei 3,5 bis fünf Zentimeter) und die Frequenz bei 100 liegen. Nach 30 Massagen erfolgen zwei Beatmungen.

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