Krampfadern bei Männern

Weniger verbreitet, aber doppelt so gefährlich

Verbraucher | Volle Kanne - Krampfadern bei Männern

Männer bekommen seltener Krampfadern als Frauen - aber wenn, dann kommt es häufiger zu Komplikationen.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 07.01.2017, 10:35

Nur halb so viele Männer sind von Krampfadern betroffen, trotzdem kommt es bei ihnen doppelt so häufig zu Komplikationen wie bei Frauen. Der Grund: Die meisten Männer warten zu lange mit einem Arztbesuch.

Krampfadern, so genannte Varizen, sind dauerhaft erweiterte, unregelmäßig geschlängelte Venen. Sie betreffen fast jeden bei etwa 90 Prozent aller Deutschen verändern sich im Laufe des Lebens manche Venen. Überwiegend entstehen sie in den Beinen.

Anfangs kommt es zu Symptomen wie schweren, müden oder schmerzenden Beinen und einer ausgeprägten Schwellneigung, vor allem nach langem Stehen oder Sitzen. Wenn erweiterte Adern sich unter der Haut abzeichnen oder in Form von Schlängelungen und Knoten hervortreten, nimmt das Venenleiden deutlich sichtbare Züge an. Man sollte möglichst schon bei den ersten Anzeichen, die auf ein Venenproblem hinweisen, einen Venenspezialisten (Phlebologen) aufsuchen.

Mögliche Komplikationen

41721784
Krampfadern Quelle: imago

Erweiterte Hautvenen können sich entzünden und das Gefäß an dieser Stelle durch ein Blutgerinnsel verstopfen (Mediziner sprechen dann von einer Varikophlebitis oder Varikothrombose). Der entzündete Bereich ist gerötet und verursacht starke Schmerzen.

Unter bestimmten anatomischen Voraussetzungen besteht die Gefahr, dass das Blutgerinnsel sich bis in die tiefe Venenstrombahn hinein fortsetzt und dort zu einem Verschluss führt. Dann liegt eine tiefe Venenthrombose vor. Sie bringt ein erhöhtes Risiko für eine Lungenembolie mit sich. Die harmlosen Formen von Venenentzündungen überwiegen zwar, aber bei ungewöhnlichen Schmerzen oder Schwellungen im Bein sollten Sie sofort ärztlichen Rat einholen, bei plötzlicher Atemnot und Brustschmerzen umgehend den Notarzt alarmieren.

Was hilft?

Gegen die mit den Krampfadern einhergehenden Beschwerden helfen vor allem Kompressionsstrümpfe oder Kompressionsverbände. Sie drücken die Venen zusammen und fördern den Abfluss des Bluts. Darüber hinaus können Venenmittel dazu beitragen, die Gefäßwände zu stabilisieren, die Durchblutung zu verbessern und Entzündungen zu lindern.

Um Thrombose, Venenentzündungen oder andere mögliche Komplikationen von Varizen zu verhindern, ist es ratsam, weit fortgeschrittene Krampfadern entfernen zu lassen. Kleine Krampfadern (beispielsweise Besenreiser) kann man veröden lassen. Größere Krampfadern kann der Arzt durch eine Operation entfernen.

Um unser Web-Angebot optimal zu präsentieren und zu verbessern, verwendet das ZDF Cookies. Durch die weitere Nutzung des Web-Angebots stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Näheres dazu erfahren Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Gemerkt! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Abonniert! Abo beendet