Wie faste ich richtig?

Tipps zur Fastenzeit

Verbraucher | Volle Kanne - Wie faste ich richtig?

Nach dem Karneval und den närrischen Tagen beginnt mit dem Aschermittwoch die christliche Fastenzeit, dann heißt es auf lieb gewordene Laster zu verzichten. Wo liegt der Ursprung des Fastens?

Beitragslänge:
6 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 26.01.2017, 09:59

Jedes Jahr zur Fastenzeit ab Aschermittwoch verzichten viele Menschen auf bestimmte Dinge - wie Süßigkeiten, Alkohol oder Fleisch. Doch auch richtige Fastenkuren sind beliebt. Wer sich dazu entscheidet, sollte einige Regeln beachten.

Das Fasten soll zum Wohlbefinden beitragen und den Körper entlasten. Während des Fastens erleben viele Menschen ein Gemütshoch, da das Hormon Serotonin, das auch als Wohlfühlhormon bezeichnet wird, langsamer abgebaut wird. Zudem werden Stresshormone im Körper abgebaut. Blutzuckerspiegel und Blutdruck sinken. Der Stoffwechsel stellt sich neu ein und der Körper beginnt nach einer Weile, Fett abzubauen. Die Nahrungszufuhr wird beim Fasten extrem reduziert; in vielen Fällen nimmt der Fastende nur basische Flüssigkeiten wie Gemüsesäfte und Wasser zu sich, insgesamt nicht mehr als etwa 500 kcal pro Tag. Diese Form des Fastens dient nicht zum Abnehmen, obwohl ein Gewichtsverlust natürlich stattfindet.

Bei bestimmten Erkrankungen kann das Heilfasten unter Umständen Linderung bewirken, beispielsweise bei Rheuma, Bluthochdruck, Magen-Darm-Beschwerden, Migräne, Arthrose und Depressionen. Nicht fasten dürfen Menschen mit schweren Organerkrankungen oder einer unbehandelten Schilddrüsenfunktionsstörung, schwangere oder stillende Frauen, Kinder und Menschen mit Essstörungen oder massivem Untergewicht. Wichtig sind immer eine Voruntersuchung mit Blut- und Urinproben, um sicherzustellen, dass medizinisch nichts gegen das Fasten spricht, und die Betreuung durch einen erfahrenen Arzt, der auch hilft, den individuell passenden Fastenplan zusammenzustellen.


Mögliche Begleiterscheinungen

Häufig klagen Fastende zu Beginn über Kreislaufprobleme und Kopfschmerzen, die meist auf einen niedrigen Blutzuckerspiegel und niedrigen Blutdruck zurückzuführen sind. Ein Teelöffel Honig kann hier helfen. Auch Konzentrationsschwäche, ein unangenehmer Körper- oder Mundgeruch sind typisch. Da der Körper nach einiger Zeit Fett abbaut, entstehen Säuren wie Harnsäure, die sich anreichern. Trinkt man zu wenig Flüssigkeiten wie Wasser, Gemüsesäfte oder Tee, übersäuert der Körper, was in extremen Fällen zu Gichtanfällen oder Nierensteinen führen kann. Man sollte daher mindestens zweieinhalb Liter täglich trinken.

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