Wohngifte - unsichtbare Krankmacher

Risiken verringern und ein gutes Raumklima schaffen

Umweltbedingungen haben großen Einfluss auf das Wohlbefinden von Menschen, das gilt sowohl für den Aufenthalt im Freien als auch in geschlossenen Räumen. Deshalb ist es wichtig, wenigstens in Innenräumen gesundheitsbelastende Einflüsse zu erkennen oder am besten von vornherein zu vermeiden.

Um gesundheitliche Gefahren im Wohnraum auszuschließen, muss man erst einmal wissen, wo die Gefahren in Form giftiger Ausdünstungen überhaupt liegen können. Leider gibt es da mehr Möglichkeiten als man vielleicht denkt: Möbel, Textilien, Farben, Lacke, Teppiche und Holzverkleidungen - sie alle können den Bewohnern gefährlich werden, wenn sie Inhaltsstoffe enthalten, die das Raumklima vergiften. Die meisten Wohngifte können weitreichende Reaktionen bei Menschen auslösen. Diese reichen von migräneartigen Kopfschmerzen, Allergien, Müdigkeit, Depressionen, Schleimhautreizungen bis hin zu Abgeschlagenheit und Konzentrationsschwäche.

Farben & Co.

Selbst Farben - wie die Dispersionsfarbe, die als umweltfreundlich gilt - können für sensible Menschen ein Problem darstellen. Der Wassergehalt dieser Farben stellt einen idealen Nährboden für Mikroorganismen dar, was zu Schimmelbefall führen kann. Um dies zu vermeiden, werden den Farben Konservierungsmittel beigegeben. Diese Konservierungsstoffe – insbesondere der darin enthaltene Wirkstoff Isothiazolinone – können bei empfindlichen Menschen zu akuten Hautekzemen führen. Bei Formaldehyd und Formaldehydabspaltern, die ebenfalls häufig in den Farben zu finden sind, besteht die Gefahr einer gesundheitlichen Schädigung nicht nur während des Streichens. Sie können bei Messungen noch zwei Wochen danach in der Raumluft festgestellt werden.

Es gibt aber auch Dispersionsfarben, in denen der Konservierungsmittelgehalt durch den Hersteller drastisch reduziert wurde. Hochwertigere Rohstoffe und Veränderungen im Herstellungsprozess machen es möglich. Beim Kauf ist es daher wichtig, auf die Inhaltsstoffe zu achten, um gesundheitsschädigende Reaktionen zu vermeiden.

Pilze und Bakterien

Menschen mit intaktem Immunsystem sind normalerweise in der Lage, mit umweltbedingten Keimen fertig zu werden. Anders sieht es aus, wenn die Anzahl der krankmachenden Keime überproportional ansteigt oder ein Mensch bereits ein geschädigtes Immunsystem hat, was bereits auf jeden vierten Deutschen zutrifft. Liegt eine Schädigung bereits vor, ist es umso wichtiger, auf ein gesundes Wohn- und Arbeitsumfeld zu achten. Hierzu sollte man wissen, dass Keime in Feuchtigkeit und Wärme ideale Bedingungen finden, um sich zu vermehren. Sie befinden sich als Sporen in der Luft, in Teppichböden, Polstern und auf anderen Oberflächen und warten nur auf das passende Raumklima, um zu wachsen.  Und das finden sie in feuchten Tapeten, schlecht gelüfteten Zimmern und nassen Wänden.

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