Sicher durch die Sommerhitze

Der richtige Hitzeschutz für den Körper

Frau erfrischt sich an Brunnen mit kühlem Wasser

Verbraucher | Volle Kanne - Sicher durch die Sommerhitze

Wenn es zu heiß wird, kann es für den menschlichen Körper gefährlich werden. "Volle Kanne" hat Tipps, wie man sicher durch die Sommerhitze kommt.

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Cabrio fahren in der Sonne, joggen oder ein längeres Sonnenbad können den Körper schneller überhitzen als man denkt. Die unangenehmen Folgen kommen für viele nicht nur plötzlich, sie können sogar bis zum Herzstillstand führen. Was ist der richtige Hitzeschutz für den Körper?

Im Sommer hoffen wir vor allem auf eines: gutes, warmes Wetter. Doch mit zunehmender Hitze steigen auch die Gefahren für unseren Körper. Laut einer Studie des Umweltbundesamtes nimmt bei Temperaturen über 30 Grad auch die Sterblichkeitsrate zu. Im Sommer 2015 ließ sich beispielsweise ein Anstieg der Herzkreislaufbeschwerden und Badeunfälle in Folge der Hitze beobachten – es war einer der heißesten Sommer, die Deutschland je erlebt hat.

Häufig ist die Hitze indirekt an Unfällen beteiligt. Das ist beispielsweise bei vielen Badetoten der Fall: Wenn jemand mit einem aufgeheizten Körper ins kalte Wasser springt, kann es zum plötzlichen Herzstillstand kommen. Doch die Hitze hat auch direkte Auswirkungen auf den Menschen. Mediziner unterscheiden insgesamt vier Hitzeerkrankungen.

Jeder kann Opfer der Hitze werden

Grundsätzlich gilt, niemand ist vor den Gefahren der Hitze wirklich sicher: Denn ein Sonnenstich oder eine Hitzeerschöpfung kann jeden treffen, der sich nicht richtig schützt oder sich überanstrengt. Dennoch tragen grundsätzlich gesunde Menschen ein wesentlich geringeres Risiko, als Menschen mit Vorerkrankungen.

Besonders betroffen ist die  Altersgruppe ab 70 Jahren. Vor allem bestehende Herzkreislaufleiden erhöhen das Risiko in Folge der Hitze einen Herzinfarkt oder einen Kreislaufstillstand zu erleiden. Darüber hinaus sind untrainierte Menschen anfälliger für Hitzeschäden als diejenigen, die regelmäßig Sport treiben. Denn durch regelmäßiges Training wird der Körper belastbarer und kann sich besser an die Hitze anpassen.

Übergewicht sorgt für zusätzliche Isolation – je größer die Fettschicht, desto schlechter kann der Körper Wärme an die Umgebung abgeben. Bei Kindern sind die Schutzmechanismen gegen die Hitze, wie etwa Schwitzen, nicht so gut ausgeprägt wie bei Erwachsenen. Zusätzlich können die Kleinen selbst die Gefahren nicht richtig einschätzen.

Frühes Handeln kann Schlimmeres vermeiden

Damit es gar nicht erst zu einer Hitzeerkrankung kommt, sollten selbst kleine Vorboten wie Mattheit, starkes Schwitzen oder ein roter Kopf ernst genommen werden. Bei leichtem Unwohlsein sollte man sofort die Hitze verlassen, einen kühlen Platz aufsuchen, viel trinken und ruhen. Auch feuchte Tücher oder das Abspülen der Handgelenke können kühlen. Bewusstseinsstörungen, starker Schwindel und Verwirrtheit weisen auf schwere Hitzeschäden hin. Dann sollte der Rettungswagen gerufen werden. Patienten mit Hitzekollaps oder einer leichten Erschöpfung können in der Regel ambulant schnell wieder aufgebaut werden.

An heißen Tagen ist Vorsicht geboten

Generell gilt: Starke Hitze, vor allem zur Mittagszeit, sollte man wenn möglich ganz meiden. Ansonsten schützen Sonnencreme, Kopfbedeckung und Sonnenbrille vor Hautkrebs, Sonnenstich und dem grünen Star. Ausdauersport ist bei hohen Temperaturen nur etwas für gut trainierte Athleten, alle anderen sollten bis zum Abend warten und auf schonende Sportarten wie Radfahren oder Schwimmen umsteigen.

Es ist wichtig, nie direkt nach dem Sonnenbad ins kalte Wasser zu springen, ohne den Körper vorher langsam an das kühle Nass zu gewöhnen. Geschlossene Räume müssen immer gut belüftet und am besten von außen abgedunkelt sein, denn auch stickige Luft strapaziert den Kreislauf.

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