Röschenflechte

Welche Ursachen können hinter dieser Hautkrankheit stecken? Wie könnten Symptome, wie lästiger Juckreiz behandelt werden? Und wie verschwindet die Röschenflechte wieder? In der Heilungsphase sollte man wichtige Tipps beachten, um die Haut nicht zu reizen.

5 min
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12.03.2020
12.03.2020
Video verfügbar bis 12.03.2021

Bei einer Röschenflechte (auch Schuppenröschen oder Pityriasis rosea) handelt es sich um eine Hautkrankheit, die hauptsächlich bei Jugendlichen oder jungen Erwachsenen auftritt. Ihre Ursachen sind noch nicht genau bekannt, aber es wird vermutet, dass die Röschenflechte im Zusammenhang mit einer vorangegangenen Viruserkrankung (Herpesviren) auftritt.

Erscheinungsbild

Ihr typisches Erscheinungsbild tritt vor allem im Frühjahr (März) und im Herbst (Oktober) auf. Aus einer größeren Hautrötung an einer Körperstelle heraus entsteht ein Ausschlag, der nahezu den ganzen Körper bedecken kann, wobei Gesicht, Hals und die Rückseiten der Arme und Beine meist frei bleiben. Eine Röschenflechte ist nicht ansteckend und in den allermeisten Fällen harmlos. Ihr Verlauf zieht sich allerdings in der Regel sechs bis acht Wochen lang hin.

Ursachen und Symptome

Experten vermuten, dass die Röschenflechte in der Folge einer infektiösen Erkrankung auftritt (Reaktivierung von Herpesviren). Auch andere Hautkrankheiten wie Neurodermitis, Stress, genetische Ursachen und Allergien werden als mögliche Auslöser diskutiert. In etwa neunzig Prozent der Fälle tritt zunächst eine größere Hautrötung an einer Stelle am Stamm des Körpers auf, die als sogenanntes Primärmedaillon bezeichnet wird. Der äußere Rand dieser Stelle ist meist rot und schuppig. In der Mitte ist sie meist blass. Der Primärherd ist zudem meist scharf begrenzt und leicht erhaben. In der Folge einer Röschenflechte entsteht ein großflächiger Ausschlag aus kleinen ovalen Stellen, die ebenfalls gerötet und schuppig sind. Der Ausschlag entsteht vor allem am Oberkörper sowie den Vorderseiten der Arme und Beine. Der Ausschlag kann mit einem starken Juckreiz verbunden sein. Andere Begleitsymptome sind allerdings sehr selten. Bei einer Röschenflechte handelt es sich in der Regel um ein einmaliges Ereignis. Rückfälle sind sehr selten.

Diagnose

In der Regel kann ein Hautarzt eine Röschenflechte leicht anhand ihres klinischen Erscheinungsbildes erkennen. Weitere Untersuchungen sind in der Regel nicht nötig, einen spezifischen Labortest auf Röschenflechte gibt es noch nicht. Mögliche Differentialdiagnosen sind verschiedene Ekzeme, eine Schuppenflechte, eine Knötchenflechte oder Pilzinfektionen der Haut. Wichtig ist, dass Schwangere, die an einer Röschenflechte erkranken, einen Gynäkologen aufsuchen sollten. Durch die vermutete Ursache einer Viruserkrankung können Gefahren für das ungeborene Kind bestehen. Darüber hinaus ist die Röschenflechte in der Regel ungefährlich und nicht mit Komplikationen verbunden.

Therapie und Selbsthilfe

Wer von einer Röschenflechte betroffen ist, benötigt ein wenig Geduld, da es fast immer mehrere Wochen (meist sechs bis acht) dauert, bis der Ausschlag abgeheilt ist. In vielen Fällen ist eine spezifische Behandlung nicht notwendig. Auf die geröteten Hautstellen und Schuppungen können pflegende und Feuchtigkeit spendende Cremes, Salben oder Lotionen aufgetragen werden. Auch leicht kortisonhaltige Salben können die Heilung fördern.

Wichtig ist, möglichst alles zu vermeiden, was die Haut reizt. So sollten zum Beispiel keine stark fettenden Salben verwendet werden, weil diese einen Wärmestau verursachen können.

Ebenfalls nicht zu empfehlen ist enganliegende oder stark einschnürende Bekleidung. Betroffene sollten stattdessen atmungsaktive Kleidung tragen. Die Haut sollte nicht zu stark austrocknen oder zu großer Wärme oder Kälte ausgesetzt sein.

Bei einer Röschenflechte wird von langem und heißem Duschen oder Baden ebenso abgeraten wie von Saunagängen, die die Haut reizen können.

Auch schweißtreibender Sport kann in der Zeit des Ausschlags zu Hautirritationen führen.

Wenn es in Verbindung mit der Hautkrankheit zu starkem Juckreiz kommt, kann dieser entweder mit kühlenden Gels abgemildert oder auch mit Medikamenten in Tablettenform behandelt werden. Hier können zum Beispiel schwache Antihistaminika oder Glukokortikoide zu Einsatz kommen. Betroffene sollten möglichst versuchen, nicht zu stark oder häufig an den schuppigen und geröteten Hautstellen zu kratzen. Familienmitglieder oder Freunde müssen keine Angst vor einer Ansteckungsgefahr haben. Leichte Sonnenbestrahlung kann den Heilungsprozess positiv beeinflussen. Sonnenbrände sind dabei aber unbedingt zu vermeiden.

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