Salat und Gemüse selbst pflanzen

Gemüsegarten auf Stroh oder im Hochbeet

Verbraucher | Volle Kanne - Salat und Gemüse selbst pflanzen

Gartenexperte Elmar Mai verrät, wie leicht man einen kleinen Gemüsegarten auf Balkon oder Terrasse pflanzen kann. Mit Strohballen, Kübel oder Hochbeet geht es ganz einfach.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 15.06.2017, 14:00

Gemüse selbst anbauen ist einfacher als man denkt. Was Sie dabei unbedingt beachten sollten, verrät Gartenexperte Elmar Mai. Wer Gemüse selbst anpflanzt, erlebt mehr Frische in der Küche und einen vollen Geschmack.

Eine außergewöhnliche Art, Gemüse anzubauen, ist das Gärtnern auf Strohballen. Dazu einen Strohballen, den man auf dem Bauernhof, im Gartencenter oder über Kleinanzeigen bekommt, mit Wasser durchnässen. Um den Boden zu schützen, sollten Sie am besten eine wasserfeste Unterlage benutzen. Um den Ballen herum kann eine Folie gewickelt werden. Dann eine Woche lang täglich viel Wasser darüber geben, bis er an Gewicht zunimmt. Anschließend braucht der Strohballen Wasser, etwas Dünger und Sonne. Gepflanzt wird direkt in Löcher, die ins Stroh gebohrt werden.

Tipp: Etwas Blumenerde unterstützt beim Anwachsen. Dünger in Kombination mit Wasser hilft, das Stroh sukzessive zu zersetzen. Ein entscheidender Vorteil ist die optimale Durchlüftung der Wurzeln, die für ein gesundes Wachstum wichtig ist. „Hacken oder Unkraut jäten entfallen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Aber wichtig ist das tägliche Wässern“, erklärt Gartenexperte Elmar Mai.

Strohballen hat viele Vorteile

Strohballengärtnern ist optimal in Gegenden mit schlechten Böden, auf Terrasse oder Balkon, im Hinterhof in der Stadt, beim Urban Gardening oder in Schulen und Kindergärten auf versiegelten Flächen. Da Strohballen für kleines Geld zu bekommen sind, ist diese Art des Gärtnerns für jeden erschwinglich. Abgetragene Strohballen können anschließend rückstandsfrei kompostiert werden, sind also extrem nachhaltig. „Es ist Pflanzgefäß und Substrat in einem, eine Art Hochbeet ohne feste Wände. Knien oder Bücken sind passé“, beschreibt Experte Mai die Vorzüge.

Tomatenpflanze
Auf Strohballen können beispielsweise Tomaten wachsen. Quelle: imago/Westend61

Als einziges Gartenwerkzeug benötige man nur eine Handschaufel und der Zeitaufwand sei gering. In der Sonne gedeiht fast alles in den Strohbällen, also auch Tomaten, Paprika oder Auberginen. Abgeerntetes kann jederzeit nachgepflanzt werden. Gemüsearten, die etwas Schatten vertragen können, sind beispielsweise verschiedene Salate, Kopf- oder Blattkohl, Koriander, Salbei, Rucola, Asiasalate, Mangold, Wurzelgemüse, Frühlingszwiebeln und Spinat. Aber ein paar Sonnenstunden pro Tag sind nötig. Ganztägiger Schatten ist ungeeignet.

Hochbeet als Alternative

Wer es nicht so rustikal, sondern etwas komfortabler oder optisch stylisher mag, kann sich aus dem großen Angebot ein passendes Hochbeet zulegen. Richtig angelegt ist es ähnlich pflegeleicht wie ein Strohballen. Richtig angelegt bedeutet, dass sich keine Staunässe bilden kann: unten ein Vlies und keine Plastikfolie, damit Überschusswasser leicht abfließen kann. Verwenden Sie hochwertige Erde, die den Pflanzenwurzeln alles bietet, was sie brauchen.
Für ein Hochbeet sind die gleichen Pflanzen geeignet wie im Strohballen, zum Beispiel eine Mischung aus Salaten, Tomaten und Kräutern wie Kapuzinerkresse als Blumen-Deko (die Blüten sind essbar), die als „Komplettmenu“ geerntet werden können. Wer Tomaten und Mozzarella als leckeren Sommersalat haben möchte, kann Basilikum dazu pflanzen. Und wer gerne ein Steak in die Pfanne haut, kann dann die passende Schärfe in Form von Peperoni ins Hochbeet pflanzen.

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