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Nicht ohne Nebenwirkungen

Warnhinweise für rezeptfreie Schmerzmittel

Pillen und Tabletten

In Apotheken frei verkäufliche Schmerzmittel wie Aspirin, Paracetamol, Diclofenac oder Ibuprofen bekommen bald Warnhinweise auf den Verpackungen. Die rezeptfreien Produkte sind nämlich keineswegs harmlos.

21.06.2018
21.06.2018
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Nach Schätzungen sterben in Deutschland jährlich etwa 2000 Menschen an den Nebenwirkungen von Schmerzmitteln – wahrscheinlich ist die Zahl noch höher, denn bei Todesfällen durch Herzinfarkt oder Schlaganfall denken viele nicht an Schmerzmittel als mögliche Ursache. Zahlreiche Studien haben aber Zusammenhänge zwischen Todesfällen dieser Art und der Einnahme von rezeptfreien Schmerzmitteln nachgewiesen.

Wirklich lebensbedrohlich sind die bekannten Wirkstoffe zwar nur sehr selten, Nebenwirkungen haben sie aber trotzdem. Vor allem, wenn man die tägliche Höchstdosis überschreitet oder die Tabletten über einen längeren Zeitraum einnimmt, kann es dem Körper schaden. Daher beschloss der Bundesrat jetzt: In Apotheken frei verkäufliche Schmerzmittel wie Aspirin, Paracetamol, Diclofenac oder Ibuprofen bekommen bald Warnhinweise auf den Verpackungen.

Die einzelnen Medikamente im Überblick:

Dosierung und Verschreibungspflicht

Die empfohlene Tagesdosis liegt bei Paracetamol bei 2000 bis 3000 Milligramm, bei Acetylsalicylsäure bei 3000 Milligramm, bei Diclofenac bei 150 Milligramm und bei Ibuprofen bei 2400 Milligramm. Beim schnell wirkenden Ibu Lysin sollte man maximal 1200 Milligramm am Tag einnehmen. Ibuprofen ist ab einer Dosis von 600 Milligramm pro Tablette verschreibungspflichtig, Diclofenac ab einer Tablettendosis von 50 Milligramm. Acetylsalicylsäure ist generell frei verkäuflich, allerdings ist die Menge begrenzt, die in der Apotheke auf einmal verkauft werden darf.

Generell gilt: Immer die kleinstmögliche Dosierung nehmen und nur so lange, wie unbedingt notwendig. Sollte nach zwei Tagen keine Besserung eintreten, sollte in jedem Fall ein Arzt aufgesucht werden.

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