Schneckenplage und Kräuterpflege

Gartentipps für den August

Verbraucher | Volle Kanne - Schneckenplage und Kräuterpflege

Gartenexperte Elmar Mai erklärt, was man in diesem Sommer gegen Schnecken tun kann, warum Kirschbäume gerade jetzt geschnitten werden müssen und wie man das Verholzen von Gartenkräutern verhindert.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 29.07.2017, 14:00

Gartenexperte Elmar Mai erklärt, was man in diesem Sommer gegen Schnecken tun kann, warum Kirschbäume gerade jetzt geschnitten werden müssen und wie man das Verholzen von Gartenkräutern verhindert.

Sie fangen an sich zu vermehren und legen massenhaft Eier an versteckten Plätzen ab: Durch den feuchten Sommer haben Schnecken gerade Hochsaison und können sich optimal entwickeln. Bevor es zu spät ist, sollte man handeln. Gartenexperte Elmar Mai: „Die klassischen Hausmittelchen mit feuchten Lappen oder Brettern im Garten helfen zwar, erfordern aber ständige Präsenz, um die Tiere morgens davon zu entfernen.“ Bier als weiteres Hausmittel habe durch den hohen Hefeanteil die gleiche anziehende Wirkung, töte die Schnecken aber nicht. Vielmehr würde es durch den intensiven Geruch noch mehr von ihnen anlocken.


Auf Schneckenkorn-Produkte mit Giftstoffen, wie sie heute immer noch bei einigen Herstellern üblich sind, sollte man generell verzichten. „Die Verschleimung der sterbenden Schnecken ist ästhetisch unappetitlich“, so Mai. Außerdem bestehe die Gefahr, dass sie auch andere Organismen beschädigen. Es gebe zahlreiche giftfreie Alternativen, die genauso gut wirken. Eine davon ist Schneckenkorn auf Eisenbasis. „Der Trick ist, dass eine spezielle Eisenverbindung nur für Schnecken giftig ist und die Verbindung nach Zerfall des Schneckenkorns nach einiger Zeit sogar als Dünger wirkt.“ Elmar Mais Tipp: „Bei Schneckenkorn grundsätzlich sparsam sein, dafür öfter anwenden!“

Sommerschnitt für Kirschbäume

Kirschbäume unterscheiden sich von anderen Obstgehölzen, da sie nicht ganzjährig geschnitten werden können. „Die Kirschernte ist vorbei und wer seinen Kirschbaum schneiden möchte, muss jetzt ganz schnell aktiv werden“, rät Gartenexperte Elmar Mai. Denn: Zu jedem anderen Schnittzeitpunkt im Jahr bluten die Kirschen stark.

Daher sei jetzt der optimale Zeitpunkt, um die Bildung von Wasserschossen zu bekämpfen, die dem Baum nur Kraft rauben. Der Pflanzenexperte warnt: „Die Bäume können so leicht Pilzinfektionen bekommen.“ Beim Sommerschnitt ließen sich Wasserschosse oft noch mit einem kräftigen Ruck ausreißen oder direkt am Ast wegschneiden. Die „Wunden“ verheilen bis zum Winter.

Gartenkräuter: Pflege durch Ernten

Lavendel, Thymian, Oregano, Rosmarin, Bohnenkraut oder Salbei haben eine Gemeinsamkeit: Alle sind Kleinsträucher, die eine holzige Basis bilden und mit der Zeit vergreisen. Das bedeutet, sie altern und sterben ab. Um das zu verhindern, rät Gartenexperte Elmar Mai, sie ab sofort bis Ende des Monats zu schneiden. „Auch wenn es in der Seele weh tut, sollte man den Lavendel dann zurückschneiden, wenn er eigentlich noch schön ausschaut.“ Schneide man zu spät, könne es sein, dass der Schnitt die Pflanze umbringt, da altes Holz nicht mehr richtig austreibe.

Die beste Methode sei es, schon junge Pflanzen regelmäßig zu schneiden und immer so viel zu entfernen, dass noch etwa ein Drittel vom grünen Kraut übrig bleibt. „Eigentlich könnte man es als Ernten und Pflegen in einem Arbeitsgang bezeichnen“, so Mai. So behandelt bleiben die Kräuter kompakt und vital und liefern eine viel größere Ernte als ungeschnitten.

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