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Schrittmacher zur Therapie von Bluthochdruck

Verbraucher | Volle Kanne - Schrittmacher zur Therapie von Bluthochdruck

Bluthochdruck ist eine Volkskrankheit, deren mögliche Folgen nicht zu unterschätzen sind. Meist ist es schwierig, den Bluthochdruck mit Medikamenten einzustellen. Ein Schrittmacher kann aber die Therapie vereinfachen.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 17.05.2019, 09:05

Volkskrankheit Hypertonie

Schätzungsweise dreißig Prozent der Deutschen leiden an zu hohem Blutdruck (medizinisch: Hypertonie). Die Dunkelziffer wird noch viel höher geschätzt. So glauben Experten, dass jeder Zweite betroffen sein könnte. Herzkreislauferkrankungen sind in Deutschland nach wie vor eine der häufigsten Todesursachen. Viele Menschen sterben dabei auch an den Folgen von zu hohem Blutdruck. Das können zum Beispiel Herzinfarkte, Schlaganfälle oder Herzrhythmusstörungen sein. Ein zu hoher Blutdruck sollte konsequent behandelt werden, wenn die Werte der regelmäßigen Blutdruckmessungen über 140 (systolisch) zu 90 (diastolisch) liegen.

Schrittmacher gegen Bluthochdruck

Üblicherweise wird ein zu hoher Blutdruck mit blutdrucksenkenden Tabletten, also antihypertensiven Medikamenten, alleine oder auch in kombinierter Form behandelt. Reicht die medikamentöse Behandlung nicht aus, um den hohen Blutdruck dauerhaft zu senken, gelten Patienten als therapieresistent. Seit einigen Jahren gibt es für sie die Möglichkeit eines Stimulators, der den Blutdruck mittels Stromimpulsen regeln kann. Der sogenannte Baroreflex-Stimulator macht sich eine bereits vorhandene, körpereigene Funktion zunutze.

Einsetzen und Kalibrieren des Schrittmachers

Der Baroreflex-Stimulator wird bei einer minimal-invasiven Operation eingesetzt. Noch währenddessen wird überprüft, an welcher Stelle die Elektrode aufgenäht werden muss. Dazu wird Strom über die Elektrode abgegeben, die auf die Halsschlagader gelegt wird. Die Auflagestelle wird minimal verändert, gleichzeitig wird der Blutdruck gemessen. Ist der Messwert am niedrigsten, wird die Elektrode genau auf diese Stelle an der Halsschlagader genäht. Die Stromimpulse müssen einige Wochen nach dem Eingriff individuell eingestellt werden. Im Laufe der Behandlungszeit wird die elektrische Intensität langsam erhöht. Über ein Computerprogramm und eine medizinische Funkantenne können die Werte verändert werden.

Anfangs kann es bei Patienten bei der Einstellung zu sogenannten Missempfindungen (Schmerzen im Halsbereich) kommen. Nach und nach gewöhnen sie sich aber an die konstante elektrische Stimulation. Dauerhafte Erfolge, also ein konstant niedriger Blutdruck, können sich erst bis zu einem Jahr nach dem Einsetzen des Stimulators einstellen. Deshalb müssen Patienten Geduld haben und weiterhin blutdrucksenkende Medikamente einnehmen.

Nachbehandlung

Neben halbjährlichen Kontrolluntersuchungen, bei denen die Stromimpulse sukzessive erhöht werden, kann ein Herzultraschall und eine Ergometrie durchgeführt werden. Dabei kann der Kardiologe unter anderem feststellen, ob sich eine durch die Hypertonie möglicherweise verdickte Herzwand zurückgebildet und sich die Herzleistung verbessert hat. Grundsätzlich sollten Betroffene auch auf eine gesunde Lebensweise achten, also sich gesund ernähren, ausreichend bewegen und Sport treiben. Der Impulsgenerator muss abhängig von der Leistungsdauer einige Jahre nach dem Einsetzen in einer weiteren Operation ausgetauscht werden.

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