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Senioren und das Internet

Viele Senioren können die Möglichkeiten, die das Internet bietet, nicht voll ausschöpfen. Es gibt zahlreiche Angebote, bei denen der älteren Generation der Umgang mit Computer, Smartphone und Internet nähergebracht werden soll.

Beitragslänge:
6 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 29.10.2020

Etwa 60 Prozent der Menschen über 65 Jahre sind zwar im Internet unterwegs, haben aber nicht das nötige Wissen, um über die Grundlagen hinaus damit umzugehen. Es sei wichtig, den Senioren zu zeigen, welche Chancen das Internet bietet und in welcher Hinsicht es das Leben vereinfachen kann, sagt Nicola Röhricht von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen e.V. (BAGSO).

Die Chancen des Internets nutzen

Um Senioren für das Internet zu begeistern, ist es ratsam, ihre Interessen oder Hobbies zu kennen und ihnen darüber das Internet schmackhaft zu machen. „Es gibt ein ganz nettes Beispiel einer häkelnden Frau“, sagt Nicola Röhricht. „Sie kann sich online neue Materialien bestellen oder sich in Netzwerken mit anderen Menschen austauschen, die das gleiche Hobby haben.“

Besonders für Senioren, die nicht mehr mobil sind, biete das Internet Chancen, führt die Expertin aus. So sei es möglich, per Videochat den Kontakt zu Enkeln und Kindern, die nicht in der Nähe leben, aufrechtzuerhalten oder die Nachbarschaftshilfe zu organisieren. Außerdem sei das Internet durch Anwendungen wie Landkarten samt Straßenansichten in 3D so etwas wie das Fenster zur Welt.

Maßgeschneiderte Angebote fehlen

Klassische Kurse zur Computer- oder Smartphone-Nutzung seien oftmals sehr theoretisch, sodass sich nicht bei jedem Teilnehmer sofort Lernerfolge zeigten. Außerdem seien die Wissensunterschiede zwischen älteren und jüngeren Kursteilnehmern sehr groß. „Dadurch kommen Senioren nur schwer hinterher, wollen den Kurs aber auch nicht aufhalten“, skizziert Röhricht die Problematik.

Wenn Enkel sich mit ihren Großeltern zusammensetzten und ihnen die Nutzung des Internets erklärten, sei dies zwar positiv. Jedoch zeige sich, dass die Wissensvermittlung zwischen bereits im Beruf stehenden Kindern und Senioren meist nicht so gut funktioniere, da sie durch ihre berufliche Erfahrung meist einen komplizierteren Wortschatz hätten und zum Beispiel Fachbegriffe benutzten, so Röhricht.

Vielseitige Anwendungsgebiete

„Jede Stadt oder Verwaltung müsste Kurse zur Schulung anbieten“, fordert Nicola Röhricht. „Mittlerweile kann man Termine im Bürgerbüro online machen oder schauen, ob etwas im Fundbüro abgegeben wurde. Wenn solche Angebote gemacht werden, muss auch dafür gesorgt werden, dass der Umgang mit den Geräten klar und verständlich ist.“

 Online-Banking ist auch bei Senioren ein großes Thema. „Immer mehr Filialen werden geschlossen, also bemühen sich die Banken, dass der Zugang auch für Ältere gegeben ist“, sagt Röhricht. Unter den Senioren sei die Angst vor Cyberkriminalität größer als bei anderen Gruppen. Somit sei es für sei besonders wichtig, souverän und kompetent mit dem Internet umzugehen und nicht jede unbekannte Mail zu öffnen.

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