Sonnenschutz für Babys und Kinder

Verbraucher | Volle Kanne - Sonnenschutz für Babys und Kinder

In hochsommerlichen Zeiten mit intensiver UV-Strahlung und großer Hitze benötigen Babys und Kinder einen besonderen Schutz.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 07.07.2018, 09:05

Säuglinge bis zu einem Lebensalter von 12 Monaten sollten gar nicht der prallen Sonne ausgesetzt sein, da ihre Haut besonders empfindlich und lichtdurchlässig ist. Aber auch Kleinkinder und Grundschulkinder sollten sich im Hochsommer vorwiegend im Schatten aufhalten. Das ist die erste wichtige Maßnahme zum Schutz vor der starken UV-Strahlung, die auch im Schatten noch zu etwa fünfzig Prozent auf unsere Haut wirkt. Kinder mit einem hellen Hauttyp sollten maximal zehn Minuten ungeschützt der Sonne ausgesetzt sein, Kinder mit einem ganz dunklen Hauttyp (z.B. Farbige) maximal dreißig Minuten. Sonnencremes, Lotionen oder Sprays sind also sehr wichtig, wobei Kinder die zumeist fettigen Cremes häufig nicht besonders mögen. In jedem Fall ist das mehrmalige eincremen mit einem Lichtschutzfaktor von mindestens 30 zu empfehlen.

Wenn Eltern besonders sicher gehen möchten, können sie auch einen Lichtschutzfaktor von 50 oder mehr verwenden. Säuglinge sollten noch nicht mit Sonnencreme eingerieben, sondern anders geschützt werden. Beim Eincremen ist besonders auf die so genannten Lichtinseln wie Scheitel, Nase, Ohren, Augenpartien, Schultern, Dekolleté, Rücken und besonders die oft vergessenen Fußrücken zu achten. Darüber hinaus gibt es neben Schatten und Sonnencremes weitere Möglichkeiten, Kinder vor der UV-Strahlung zu schützen. Wichtig sind Kopfbedeckungen wie Tücher, Kappen oder Sonnenhüte. Die Bekleidung sollte leicht und atmungsaktiv sein – dicke Kleidung kann zum Hitzestau führen. Vor allem bei T-Shirts bietet sich spezielle UV-Protektionskleidung an. Säuglinge sollten mit leichten Decken, Kopfbedeckungen, Sonnenschirmen und im abgedunkelten Kinderwagen geschützt werden.

 Vitamin D und Ernährung

Sonnenlicht ist als Vitamin-D-Spender durchaus sehr wichtig, gerade für im Wachstum befindliche Kinder. Deshalb sollten Kinder auch viel Zeit spielend im Freien verbringen, aber eher im Schatten und nicht in der prallen Sonne. Milchprodukte und Meeresfisch sind zusätzliche wichtige Vitamin-D-Spender, die auf dem Speiseplan stehen sollten. Säuglinge nehmen ihr Vitamin D vorwiegend über die Muttermilch und zusätzlich über Tabletten auf. Um über ausreichend gehaltvolle Muttermilch zu verfügen, ist es für stillende Mütter im Sommer besonders wichtig, neben einer ausgewogenen Ernährung auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr (etwa zwei bis drei Liter täglich) zu achten.

Kind mit Sonnenhut
Kopfbedeckung und viel trinken schützt vor Sonnenstich. Quelle: imago/allover-MEV

Kleinkinder und Grundschulkinder sollten im Hochsommer selbst genug trinken. Empfohlen wird mindestens ein Liter. Am besten sind Wasser oder ungesüßte Tees – keine Getränke, die viel Zucker enthalten. Eine Spur Natrium im Wasser kann helfen, den im Sommer erhöhten Salzverlust auszugleichen. Wer mit seinen Kindern einen sommerlichen Ausflug macht, sollte vor Ort leichte Kost anbieten, viel Obst und Gemüserohkost. Kinder bevorzugen im Sommer ohnehin oft kalte Mahlzeiten.

Notfälle und Maßnahmen

Sonnenbrand ist leicht an der geröteten Haut oder sogar an Bläschenbildung zu erkennen. Spätestens jetzt müssen Kinder dringend Hautkühlung erfahren. Vor allem bei Symptomen eines Sonnenstichs oder Hitzschlags ist es wichtig viel zu trinken. Diese durch zu starke Hitze und zu viel Sonneneinstrahlung entstehenden Probleme können sich durch Kopfschmerzen, Schwindel, Abgeschlagenheit, Erbrechen, Übelkeit oder sogar Krampfanfälle äußern.

Grundsätzlich gilt: In den Mittagsstunden zwischen 11 und 15 Uhr lieber Siesta halten und nicht zu viel toben. In Notfällen kann auch ein Besuch beim Arzt oder sogar im Krankenhaus nötig sein – verbunden mit einer medikamentösen Therapie oder mit Infusionen. Wichtig ist es, eine Hirnhautentzündung, die ähnliche Symptome hat, auszuschließen.

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