Sie sind hier:

Viele Spiele-Apps sind nicht kindgerecht

Minecraft, Fortnite, Angry Birds: Kinder lieben es, auf dem Smartphone zu zocken. Doch wirklich kindgerecht sind sie nur selten – trotz entsprechender Freigabe. Stiftung Warentest hat 14 Spiele-Apps aus Kinderperspektive getestet.

Beitragslänge:
4 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 27.09.2020

Keine einzige der 14 getesteten Apps, darunter Spiele wie Minecraft, Clash of Clans oder Pokémon Go, kann Stiftung Warentest bedenkenlos für Kinder empfehlen. Alle getesteten Spiele, bis auf Fortnite, sind kostenlos in den App-Stores erhältlich. Einige der Spiele werden bereits ab 0 Jahren angeboten, die höchste Altersempfehlung liegt bei 12 Jahren.

Der Test fand gemeinsam mit dem Portal Jugendschutz.net statt, dem gemeinsamen Kompetenzzentrum von Bund und Ländern für den Schutz von Kindern und Jugendlichen im Internet. Auf dem Prüfstand waren zum Beispiel die Einstellungsmöglichkeiten für kindgerechtes Spielen oder die Möglichkeiten, Verstöße anderer Spieler beim App-Anbieter zu melden.

Kostenfallen und Datenschutzprobleme

Ein weiterer Prüfpunkt waren zum Beispiel In-App-Käufe, eine gängige Funktion bei vielen Spiele-Apps. Damit lassen sich virtuelle Kostüme, Spielsteine oder andere Utensilien kaufen, ohne die der Spieler nur mühsam im Spiel vorankommt. Über diese Funktion können leicht größere Summen zusammenkommen, die den Taschengeldrahmen des Kinds schnell sprengen. Dem Spiel Minecraft attestierten die Tester in diesem Punkt teilweise Intransparenz. Rat der Tester: Entweder das App-Store-Konto mit einem Passwort sichern, welches das Kind nicht kennt, oder aber In-App-Käufe komplett deaktivieren.

Überhaupt raten die Tester dazu, die Spiele nur im Offline-Modus spielen zu lassen – sofern dies möglich ist. Im Offline-Modus können keine Käufe getätigt werden, die Chat-Funktion ist deaktiviert und es werden keine Daten gesammelt. Im Punkt Datenschutz waren die Tester im Übrigen mit keiner App vollkommen zufrieden. Hauptkritik: Da die Apps sich auch an Kinder richten, müssen die Datenschutzbestimmungen laut Datenschutz-Grundverordnung so formuliert sein, dass sie auch von Kindern verstanden werden können. Laut Testern hält sich keine der Apps daran. Außerdem sammelten die meisten Apps mehr Nutzerdaten, als sie zum Funktionieren bräuchten – und das teilweise, obwohl das sogenannte Tracking abgeschaltet wurde.            

Mit Material von Stiftung Warentest

Gemerkt auf Mein ZDF! Merken beendet Bewertet! Bewertung entfernt Zur Merkliste hinzugefügt! Merken beendet Embed-Code kopieren HTML-Code zum Einbetten des Videos in der Zwischenablage gespeichert.
Bitte beachten Sie die Nutzungsbedingungen des ZDF.

Um zu verstehen, wie unsere Webseite genutzt wird und um Ihnen ein interessenbezogenes Angebot präsentieren zu können, nutzen wir Cookies und andere Techniken. Hier können Sie mehr erfahren und hier widersprechen.

Um Sendungen mit einer Altersbeschränkung zu jeder Tageszeit anzuschauen, können Sie jetzt eine Altersprüfung durchführen. Dafür benötigen Sie Ihr Ausweisdokument.

Sie wechseln in den Kinderbereich und bewegen sich mit Ihrem Kinderprofil weiter.