Standmixer im Test

Wer macht die besten Smoothies?

Verbraucher | Volle Kanne - Standmixer im Test

Stiftung Warentest macht den Check: 18 verschiedene Standmixer - von einfach bis Hochleistung - waren auf dem Prüfstand. Stephan Scherfenberg stellt die Ergebnisse vor.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 28.09.2017, 09:05

Smoothies liegen im Trend und liefern zur täglichen Ernährung eine perfekte Ergänzung. Für einen sämigen Smoothie ist allerdings ein guter Mixer wichtig. Stiftung Warentest hat 18 Standmixer unter die Lupe genommen; von einfachen Mixern bis hin zu Hochleistungsgeräten.

Eines vorweg: Sämige Obst- und Gemüsesmoothies mixen sowohl die kleinen Smoothie-Mixer ab circa 20 Euro als auch die Leistungsmixer für circa 900 Euro gut. Gemeinsamer Nachteil ist die Lautstärke: Laut Stiftung Warentest erzeugen die Geräte bei voller Leistung zeitweise mehr Lärm als eine Waschmaschine im Schleudergang. Unterschiede zeigen sich insbesondere in der Füllmenge, der Vielfalt der Zubereitungsmöglichkeiten und der Lebensdauer.

Günstige Einsteigermodelle

Für circa 40 Euro sind die kleinen Smoothie-Mixer von AEG SB2500 und WMF Kult X Mix&Go gute Einsteigermodelle (Gesamtnote 1,9). Beide pürieren laut Test cremige Smoothies, halten lange und überzeugen in puncto Sicherheit. Becher und Messer der Geräte sind fest verschraubt, sodass weder Flüssigkeiten herausspritzen können noch ein Hineingreifen beim Mixen möglich ist.

Grundsätzlich eignen sich die handlichen Smoothie-Mixer für einfache Mixgetränke. Sie fassen höchstens 600 Milliliter Obst und Gemüse. Ein Vorteil: Der Becher lässt sich mit dem Deckel verschließen und kann für unterwegs direkt mitgenommen werden.

Mixer bis 1000 Watt

Grüner Smoothie
Grüner Smoothie Quelle: ZDF

Die Standmixer mit einer Leistungsaufnahme von 1000 Watt fassen bis zu 1,6 Liter Obst und Gemüse und bieten mehr Vielfalt, wie zum Beispiel Suppen pürieren, Majonäse schlagen oder Eiswürfel zerstoßen. Der Standmixer Braun JB 5160 für 113 Euro (Gesamtnote 2,1) bekam die besten Noten in der Zubereitung.

Der B 100 von Caso (Gesamtnote 3,1) für knapp 70 Euro pürierte nicht so fein und hinterließ im Smoothie einige Stückchen. Zudem fiel er nach der Hälfte im Dauertest aus. Laut Stiftung Warentest entspricht das etwa einer Lebensdauer von vier Jahren mit zwei vollen Krügen pro Tag.

Mängel zeigten sich beim Thema Sicherheit: Bei vielen Standmixern laufen die Messer bei geöffnetem Deckel weiter. Dabei kann es schnell zu Verletzungen an den Händen kommen, heiße Flüssigkeiten können herausspritzen. Hinweis: Mixen Sie nur mit geschlossenem Deckel. Greifen Sie nie in den Krug, ohne das Gerät vom Netz zu trennen. Lassen Sie Kinder nicht unbeaufsichtigt mit dem Mixer arbeiten.

Hochleistungsmixer

Hochleistungsmixer mit mehr als 1000 Watt haben besonders starke Motoren und schnell drehende Messer. Damit pürieren sie teilweise noch feiner. Zudem entsteht durch die schnell drehenden Messer Wärme: Kalte Zutaten können so zu heißer Suppe verarbeitet werden.

In dieser Gruppe schneidet der Vitamix Professional Series 750 (Gesamtnote 2,2) mit einer Leistungsaufnahme von 1400 Watt am besten ab. Das Gerät überzeugte vor allem bei der Zubereitung, ist aber mit 895 Euro auch das teuerste im Test. Mit 171 Euro ist der WMF Kult pro Power 1,8 l ein Preisbrecher unter den Hochleistungsmixern. Trotz „guter“ Ergebnisse in puncto Zubereitung erzielter er in der Gesamtnote ein „befriedigend“ (3,2). Ernüchternd war das Testergebnis beim Artisan Magnetic Drive Blender von KitchenAid. Das 675 Euro teure Gerät versagte beim Dauertest, ein Antriebsriemen riss und ein Krug bzw. eine Bodenplatte gingen kaputt. Dafür gab es im Gesamturteil ein „mangelhaft“ (5,0).

Stab- oder Standmixer?

Stiftung Warentest prüfte außerdem, wie sich ein Haushalts-Stabmixer im Vergleich zu Standgeräten beim Pürieren schlägt. Das Ergebnis: Bei fast allen Zubereitungen erzielte der im Test verwendete Stabmixer MQ5137 BK Sauce+ von Braun vergleichbar gute Ergebnisse wie ein Standmixer – und war zudem viel leiser.

Fazit der Tester: Vor dem Kauf sollte man sich überlegen, welche Aufgaben der Mixer erledigen soll. Für Smoothies allein reicht ein kleiner Smoothie-Maker, Hochleistungsmixer sind etwas für anspruchsvolle Hobbyköche, die jedoch häufig schon einen Küchenmaschine im Schrank haben.


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