"Volle Kanne ist mein Wohnzimmer"

Fragen an Andrea Ballschuh

"Volle Kanne"-Redaktion: Dein Lieblingsgetränk zum Frühstück...

Andrea Ballschuh: Erst schwarzer Kaffee, danach Kräutertee

Was frühstückst Du am liebsten?

EIGENTLICH, dunkles Brötchen auf der einen Hälfte mit Nuss-Nougat-Creme, auf der anderen alter Gouda mit Marmelade. Da ich aber schnell zunehme, gibt’s das nicht jeden Tag, nur einmal pro Woche, sonst jeden Morgen Müsli mit frischem Obst und laktosefreier oder Sojamilch.


Kannst Du Dich an Deine erste Sendung bei „Volle Kanne“ erinnern?

Ende August 2003. Ich trug ein rosa Shirt, das ich heute keinesfalls mehr anziehen würde, habe die Nacht davor kaum geschlafen vor Aufregung und hatte einen Gast, der nicht sehr gesprächig war. Aber es gab keine Panne, darauf war ich sehr stolz.


Was ist für Dich das Besondere am Konzept von „Volle Kanne“?

Ich liebe die lockere und ungezwungene Atmosphäre, da wir am Frühstückstisch sitzen und wirklich zusammen essen – das öffnet viele Gäste mehr, als wenn sie in einer klassischen Talkshowrunde sitzen würden. Prominente in Kombination mit viel Service – da ist für jeden was dabei.


Gab es schon Momente, in denen etwas schief ging?

Ich bekam Lachanfälle bei Henni Nachtsheim und Bürger Lars Dietrich und konnte nicht weiter moderieren, die Dekoration ging zu Bruch bei Peter Maffay, Gäste kamen viel zu spät oder gar nicht. Aber irgendwie mag ich solche Situationen, sie sind eine Herausforderung und lassen uns menschlich erscheinen. Das Unvorhergesehene ist immer am Schönsten.

Andrea Ballschuh und Johannes Oerding
Andrea Ballschuh und Johannes Oerding


Welche Momente sind Dir besonders in Erinnerung geblieben?

Als Johannes Oerding zu meinem zehnjährigen ZDF-Jubiläum als Überraschungsgast live für mich in der Sendung auftrat, konnte ich nicht mehr aufhören zu weinen vor lauter Rührung. Das hat mich sehr berührt.


Welche Tipps aus der Sendung hast Du schon in deinem Privatleben nutzen können?
Dank „Volle Kanne“ bin ich zur Gärtnerin geworden – durch das umfangreiche Fachwissen von Elmar Mai, der mich mit seiner Begeisterung angesteckt hat. Und ich lasse mir am Telefon keine neuen Tarife mehr andrehen und schaue genauer hin bei Vertragsabschlüssen - seit wir in der Sendung darüber berichtet haben.


Hast Du eigentlich noch Lampenfieber, wenn das Rotlicht angeht?
Nein, inzwischen nicht mehr, nur noch bei großen Shows vor Publikum. „Volle Kanne“ ist zu meinem Wohnzimmer geworden, hier fühle ich mich zu Hause.


Hast Du je verschlafen?
Einmal in zehn Jahren – Ich muss eigentlich um 6 Uhr aufstehen. An diesem Tag klingelte um 7:45 Uhr mein Handy und die aufgeregte Stimme des Aufnahmeleiters ließ mich sofort aus dem Bett fallen. Ich war aber pünktlich zur Sendung da. Seitdem stelle ich zwei Wecker.


Mit welchem Gast hast Du besonders gern gefrühstückt?
Es gibt nicht den einen Lieblingspromi, ich kam bisher mit fast allen Promis sehr gut klar. Ich kann mich erinnern, dass es besonders lustig war mit Oliver Mommsen und Hans Sigl, besonders spannend mit André Heller, besonders interessant mit Hape Kerkeling, Senta Berger und Wolfgang Niedecken… ich könnte jetzt 689 Promis aufzählen, die toll waren, aber nur vier, mit denen ich nicht unbedingt noch mal frühstücken muss...


Wie startest Du in den Tag, wenn Du nicht gerade „Volle Kanne“ moderierst?

6:30 Uhr aufstehen, fertigmachen für den Tag, meine vierjährige Tochter wecken, mit ihr gemeinsam Müsli frühstücken und sie dann in den Kindergarten bringen.


Wo reist Du gerne hin und suchst Erholung?
Ich bin so gern, aber viel zu selten, bei meiner Familie in Berlin, ich liebe die Ostsee mehr noch als das Mittelmeer und bin gern in den Bergen.


Was ist für Dich der perfekte Ausgleich in der Freizeit?
Gärtnern! Nur beim Gärtnern habe ich mein Telefon nicht dabei, vergesse komplett die Zeit und kann mich total entspannen.


Mit welchem Motto startest Du in den Tag?
Mein Glas ist immer halb voll!


Was wolltest Du als Kind immer werden?
Erst Lehrerin, dann Physiotherapeutin, um mit behinderten Kindern zu arbeiten.


Wie schaffst Du es, Familie und Karriere unter einen Hut zu bekommen?
Tagsüber ist meine Tochter im Kindergarten, ich hole sie um 16 Uhr dort ab, mein Mann bringt sie morgens hin. Und wenn er mal einen Auftritt hat und ich arbeiten muss, ist unsere tolle Babysitterin für Lia da.


Du hast vor zehn Jahren zum ersten Mal „Volle Kanne“ moderiert. Was hat sich für Dich in den Jahren verändert?
Meine Frisur. Ich war mal rot, mal braun, mal dunkel, mal wuschelig, mal lang, mal kurz. Jetzt bleibe ich bei kurz. Und blond. Und ich habe drei Studiodekorationen erlebt – jede hatte ihren ganz eigenen Charme. Wir sind jetzt allerdings so modern wie nie zuvor. Außerdem bin ich gelassener geworden und kann mit unvorhergesehenen Situationen besser umgehen.

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