Streit unterm Weihnachtsbaum

Wegen hoher Erwartungen nur nicht stressen lassen

Verbraucher | Volle Kanne - Streit unterm Weihnachtsbaum

Weihnachten - das Fest der Familie und der Liebe. Doch statt Harmonie gibt es an den Feiertagen häufig Stress und Knatsch. Das fängt mit Kleinigkeiten an und endet manches Mal sogar im großen Rundumschlag.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 22.12.2017, 09:05

Die Erwartungen sind hoch: Rechtzeitig zu den Feiertagen soll alles perfekt sein. Die Wohnung erstrahlt in weihnachtlichem Glanz, der Tisch ist festlich gedeckt und die glückliche Familie beschenkt sich einträchtig unterm Tannenbaum. Doch Emotionen lassen sich nicht per Knopfdruck produzieren. Was das ganze Jahr über nicht funktioniert, kann an Weihnachten auch nicht klappen. Daher warnen Psychologen vor zu großen Erwartungen.

Zu dem emotionalen Druck kommt dann noch ganz praktischer Stress: Geschenke besorgen, Lebensmittel einkaufen, kochen, putzen, schmücken. Da bleibt wenig Raum für Besinnliches. Doch gerade wer von den Vorbereitungen gestresst ist, sollte sich Zeit nehmen und kurz innehalten. Schrauben Sie Ihre Erwartungen herunter und konzentrieren Sie sich auf das Machbare.

Vorstellungen besprechen

Bereits bei der Planung lassen sich Ärger und Stress ganz einfach umgehen. Werden Sie sich klar darüber, was Sie selbst wollen. Denn häufig treffen unterschiedliche Vorstellungen aufeinander: Die Oma pocht auf Gottesdienst und Weihnachtsschmaus, der Ehemann versteht sich nicht mit der Schwägerin, der jugendliche Nachwuchs möchte nach der Bescherung noch in die Disco. Und wo die Kinder getrennt lebender Eltern feiern, ist auch noch nicht gewiss.

Da hilft nur eins: Besprechen Sie vorher, wie es laufen soll, zum Beispiel bei einer Familienkonferenz. Jedes Familienmitglied sollte seine Vorstellungen offen und ohne Kritik äußern können. Meist lässt sich ein Kompromiss finden. Gerade weil Weihnachten ein so emotional beladenes Fest ist, sollte im Vorfeld genau geklärt werden, wann, mit wem, wo und wie man feiern möchte.

Aufgaben verteilen und Auszeiten einplanen

In vielen Familien bleibt die ganze Vorbereitung an einer Person - meist an der Mutter - hängen. Verteilen Sie die Arbeit auf alle Schultern, indem Sie zum Beispiel gemeinsam kochen oder dekorieren. Wichtig ist außerdem die Wertschätzung für das, was die Einzelnen geleistet haben. Betrachten Sie nichts als selbstverständlich, sondern bringen Sie Ihre Anerkennung für das Geleistete auch zum Ausdruck. Gegen den Stress hilft es auch, die Ansprüche herunterzuschrauben: Die Wohnung muss nicht unbedingt auf Hochglanz gebracht werden und es geht auch ohne Fünf-Gänge-Menü.

Bei allen Feierlichkeiten sollten Sie darauf achten, dass Sie sich Auszeiten gönnen. Denn, nichts bereitet mehr Stress, als gezwungenes Beisammensein. Um die Atomsphäre ein wenig aufzulockern, können auch schon gemeinsame Aktivitäten wie ein Spaziergang helfen.

Geschenke-Stress vermeiden

Auch vorweihnachtliches Marathon-Shopping trägt nicht gerade dazu bei, die Feiertage entspannt anzugehen. Machen Sie sich klar, ob Sie sich so viele Geschenke überhaupt leisten können oder wollen. Wie wäre es zum Beispiel, einmal nur die Kinder zu beschenken? Das vermeidet nicht nur nerviges Gerenne, sondern schont zugleich den Geldbeutel.

Wenn ein Geschenk total daneben liegt, sollten alle es mit Humor nehmen. Hat der Ehemann schon zum zehnten Mal den sehnlichsten Wunsch nicht erraten, kann man ihn ruhig darauf hinweisen - aber bitte erst nach den Feiertagen. Kinder sollten nach Möglichkeit einen Herzenswunsch vom Wunschzettel erfüllt bekommen. Es muss aber nicht alles gekauft werden, was auf der Liste steht. Man kann Kindern auch erklären, dass das Christkind nur ein begrenztes Budget hat.

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