Sukkulenten

Tipps von Elmar Mai

Sukkulenten sind die idealen Pflanzen für Anfänger, denn sie sind extrem pflegeleicht. Grund dafür ist ihre Fähigkeit, Wasser zu speichern, denn dadurch muss man sie nicht so häufig gießen wie andere Zimmerpflanzen.

Beitragslänge:
7 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 14.11.2020

Sukkulenten speichern Wasser in verdickten Körperteilen. „Sukkulenz“ bedeutet „Dickfleischigkeit“, also das Vorhandensein wassergefüllter Pflanzenteile. Während Kakteen ausschließlich in Amerika beheimatet sind, kommen Sukkulenten nicht nur aus Amerika, sondern auch aus Afrika, Asien und Europa.

Sukkulenten kommen weltweit natürlicherweise in Trockengebieten vor. Sie gehören zu sehr verschiedenen Pflanzenfamilien. Entsprechend ihrer Herkunft und Abstammung sehen sie sehr unterschiedlich aus, denn jede Art hat ihre eigene Überlebensstrategie. Manche speichern Wasser in Blättern, andere im Stamm.

Spezielle Erde

Pflanzenhälse und Wurzeln der Sukkulenten reagieren empfindlich auf Feuchtigkeit, da sie keine Abwehrmechanismen gegenüber Bodenbakterien haben. Diese sind aber in „normaler“ Blumenerde reichlich vorhanden. Um Fäulnis zu verhindern, ist eine also spezielle Sukkulentenerde erforderlich.

Diese Spezial-Erde sollte aus drei Komponenten bestehen:
- Lehm (=Tonmischung) für die Wasserhaltung und Düngerspeicherung,
- Sand für die Wasserführung,
- Lauberde zur Pufferung und für die Struktur des Substrats, damit Luft zirkulieren kann.

Mit dieser Sukkulentenerde kann man zwei Schichten mischen. Die untere Schicht sollte nährstoffreicher sein, die obere sollte Split und Bims enthalten. Dadurch wird keine Staunässe am Wurzelhals gebildet.

Hydrokultur ist ideal für Sukkulenten, weil Erde Fäulniserreger beherbergt. Man sollte aber sehr hohe Gefäße wählen und den Wasserstand sehr niedrig halten. Ansonsten gilt: Unter einer lauwarmen Brause zuerst Erdkrümel von den Wurzeln entfernen, dann ein Substrat setzen.

Standort und Pflege

Sukkulenten lassen sich gut auf hellen Fensterbrettern halten. Sie sollten in gelüfteten Räumen stehen, also dort, „wo sich auch Menschen wohlfühlen.“ Zugluft sollte man vermeiden. Junge Pflanzen, Sämlinge, frisch gepfropfte oder gerade bewurzelte Stecklinge benötigen auf jeden Fall wärmere Bedingungen als ältere, abgehärtete Exemplare.

Sukkulenten sollten in der Wachstumsphase regelmäßig gegossen werden. Allerdings sollte man warten, bis die Erde ausgetrocknet ist. Nach dem Gießen sollte das überschüssige Wasser aus dem Übertopf oder dem Untersatz weggießen. Sukkulenten vertragen keine nassen Füße! Durch Staunässe kann es zu Fäulnis kommen. Nach der Winterruhe beziehungsweise Ruheperiode sollte man nur vorsichtig mit dem Gießen beginnen. Man sollte mineralischen Dünger verwenden und im Sommer jede Woche sparsam düngen.

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