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Telefonseelsorge in Corona-Zeiten

Aus Einsamkeit und Zukunftsangst rufen in der Coronaviruskrise bis zu doppelt so viele Menschen bei der Telefonseelsorge an wie sonst. Eine Herausforderung für die Mitarbeiter.

Videolänge:
4 min
Datum:
22.12.2020
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 04.01.2022

Wie wird man Telefonseelsorger?

Die Ehrenamtlichen durchlaufen eine mindestens einjährige Ausbildung. Hier lernen sie, wie man Gespräche führt, sich zurücknimmt, aber auch, wie man in Ausnahmesituationen reagiert. Denn: Viele Anrufende wissen nicht weiter, auch Suizid ist hin und wieder ein Thema.

Damit die Ehrenamtlichen die teils belastenden Gespräche verarbeiten können, gibt es die sogenannte Supervision. Hier werden Gespräche vertraulich mit ausgebildeten Seelsorgern, oft auch Therapeuten, besprochen, es geht aber auch um private Sorgen und Fragen der Seelsorgerinnen und Seelsorger.

Was ist das Corona-Seelsorgetelefon und wer arbeitet hier?

Das Corona-Seelsorgetelefon ist im März speziell für Fragen und Sorgen im Zusammenhang mit der Panedemie ins Leben gerufen worden. Hier arbeiten vorwiegend Seelsorgerinnen und Seelsorger, die bereits als Notfallseelsorger oder Telefonseelsorger im Einsatz waren. Die Pandemie hat auch die Arbeitsbedingungen für die Seelsorger verändert. Statt im Büro erfüllen sie ihren Dienst jetzt von zuhause aus. Die Anonymität der Anrufenden wird weiterhin gewahrt, dank einer speziellen Telefonumleitung.

Wie groß ist die Telefonseelsorge in Deutschland?

In Deutschland arbeiten ungefähr 6.500 Menschen ehrenamtlich als Telefonseelsorger oder im Chat/per E-Mail. Die klassischen Hotlines sind rund um die Uhr erreichbar, Anrufe werden automatisch zur nächstgelegenen freien Person weitergeleitet.

Jährlich führen die Ehrenamtlichen über 1,2 Millionen Gespräche am Telefon, beantworten etwa 35.500 E-Mails und führen mehr als 23.000 Chats.

Welche Angebote gibt es?

Neben der bundesweiten Nr. 0800 111 0 111 gibt es zusätzlich das Muslimische Seelsorgetelefon, das Kinder- und Jugendtelefon, den Krisendienst (mit Medizinern und Psychologen im Hintergrund) sowie spezielle Angebote für Frauen, internationale Angebote und regionale Hilfestellen.

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