Einsam unterm Weihnachtsbaum

Tipps gegen Feiertags-Melancholie

Verbraucher | Volle Kanne - Einsam unterm Weihnachtsbaum

Weihnachten ist ein Familienfest - doch was ist, wenn man keine eigene Familie hat? Ein Verein hat sich zum Ziel gesetzt, ganze Generationen zusammenzubringen - auch unter dem Weihnachtsbaum.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 14.12.2016, 09:33

Weihnachten gilt als das Fest der Freude, des Friedens und des Zusammenseins - Tage, die man mit der Familie verbringt. Alleinstehende fühlen sich in dieser Zeit häufig einsam. Für sie ist Heiligabend eine emotionale Herausforderung.

Heiligabend ist kein Tag wie jeder andere - aus psychologischer Sicht ist es eine schwierige Zeit. Weihnachten birgt Erinnerungen, gekoppelt an intensive, auch melancholische Gefühle. Die meisten Menschen haben hohe Erwartungen an das Fest. In Familien führt das häufig zu Konflikten, während Alleinstehende sich oft ihrer Einsamkeit bewusst werden. Ein "Fest der Liebe" ist es daher nicht für alle Singles oder Familien. Nichtsdestotrotz ist es ein besonderer Tag, der sich nicht einfach ignorieren lässt. Daher sollte man sich zeitig damit beschäftigen, wie man die Feiertage verbringen möchte.

Viele Alleinstehende schieben den Gedanken an Weihnachten aus Angst vor der Traurigkeit vor sich her, bis es zu spät ist. Besser ist es, aktiv zu werden. So kann man überlegen, woher die befürchtete schlechte Stimmung kommen könnte - und was man dagegen unternehmen will. Hilfreich kann es beispielsweise sein, sich bewusst etwas Gutes zu tun.

Initiative ergreifen

Zudem ist niemand gezwungen, Heiligabend allein zu verbringen. Man muss nur selbst die Initiative ergreifen, statt sich dem Schicksal zu ergeben. Dann ist man auch weniger abhängig vom Wohlwollen anderer. Man sollte also nicht warten, bis man eingeladen wird, sondern gegebenenfalls selbst ein Dinner ausrichten und Freunde einladen, denen es vielleicht ähnlich geht.

Es gibt aber noch andere Möglichkeiten unter Menschen zu kommen: Öffentliche Weihnachtsveranstaltungen von Kneipen, Restaurants, Kirchen, Vereinen oder Theater-, Kino- und Konzertbesuche. Eine weitere Alternative ist es, sich für etwas zu engagieren. So kann man anderen helfen und hat gleichzeitig Gesellschaft.

Sich nicht von Wehmut packen lassen

Für einen gemütlichen Abend allein zu Hause sollte man sich hingegen nur entscheiden, wenn man sicher ist, diesen angenehm gestalten zu können und nicht fürchten muss, von Wehmut gepackt zu werden.

Wer Weihnachten am liebsten ganz entfliehen möchte, kann auch eine Reise planen: Im Club- oder Single-Urlaub findet man viele Gleichgesinnte.

Keine gute Idee ist es jedoch, sich das Fest schön trinken zu wollen: Alkohol verstärkt das Depressionsgefühl - oder die Stimmung schlägt in Aggression um.

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