Tipps zur Steuererklärung

So gibt's Geld zurück vom Fiskus

Verbraucher | Volle Kanne - Tipps zur Steuererklärung

Die Deadline naht: Am 31. Mai werden die Steuererklärungen fällig. Hans-Ulrich Liebern vom Bund der Steuerzahler hat Tipps, wie man dabei sparen kann.

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7 min
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Video verfügbar bis 29.04.2017, 14:00

Das Finanzamt ruft: Die meisten Arbeitnehmer und viele Rentner müssen bis zum 31. Mai ihre Steuererklärung abgeben. Was Sie in diesem Jahr beachten sollten und welche Neuerungen es gibt, erklärt Hans-Ulrich Liebern vom Bund der Steuerzahler.

Auch wenn es für viele eher eine lästige Pflicht ist, lohnt sich die Mühe in der Regel: Meist bekommt man Geld zurück. Wer verheiratet ist, mehrere Jobs hat oder nebenbei noch ein Gewerbe angemeldet hat, muss eine Steuererklärung machen. Selbst wer nicht verpflichtet ist, sollte trotzdem eine Steuererklärung abgeben – denn in den meisten Fällen bekommen Steuerzahler etwas raus.

Frist bis Ende Mai

Wer die Steuererklärung für das Jahr 2015 selbst erledigt, muss sie bis zum 31. Mai 2016 abgeben. Wer etwa durch den Lohnsteuerhilfeverein oder einen Steuerberater vertreten wird, hat bis zum 31. Dezember 2016 Zeit. Wer noch nicht alle Unterlagen zusammen hat, kann beim Finanzamt eine Fristverlängerung beantragen.

Selbstständige und all jene, die Einkünfte aus Vermietung oder Verpachtung haben oder Kapitaleinkünfte verzeichnen, die höher als 13.000 Euro bei Ledigen sind (26.000 Euro bei Verheirateten), können nicht die Dienste des Lohnsteuerhilfevereins in Anspruch nehmen. Sie müssen entweder zum Steuerberater oder die Steuererklärung selbst in die Hand nehmen.

Absetzbare Posten

Ein großer Posten bei der Steuererklärung sind die Werbungskosten. Dazu zählen neben den Fahrtkosten zwischen Wohnstätte und Arbeitsplatz alle beruflich bedingten Ausgaben. Hans-Ulrich Liebern vom Bund der Steuerzahler erklärt: „Das kann ein Teil der Telefonrechnung sein, ein Computer für die Arbeit samt Zubehör oder die Ausgaben für Bewerbungsunterlagen.“ Jeder Arbeitnehmer bekommt automatisch pro Jahr 1000 Euro an Werbungskosten angerechnet. „Wer höhere berufliche Ausgaben hat, kann diese auch von der Steuer absetzen, sofern er sie belegen kann“, so Liebern weiter.

Nicht alle Posten, die in der Steuererklärung aufgeführt werden, müssen belegt werden. „Zwingend müssen Sie nur Spendenbescheinigungen, den Nachweis über Krankheitskosten und Kinderbetreuungskosten erbringen“, sagt der Steuerfachmann. Allerdings könne das Finanzamt die restlichen Belege anfordern, so Liebern weiter. „Mein Tipp: Rechnungen über höhere Beträge, etwa für Handwerkerleistungen, sollte man zusammen mit der Steuererklärung abgeben. Das kann die Bearbeitung beschleunigen.“ Arbeitnehmer sollten alle notwendigen Belege bis zum Ablauf der Verjährungsfrist (vier Jahre) aufbewahren. Selbstständige und bei Nebeneinkünften aus selbstständiger Tätigkeit sollten die Belege zehn Jahre aufbewahrt werden.

Unbedingt noch erledigen

„Sie müssen bei Ihren Geldinstituten unbedingt Ihre Steueridentifikationsnummer angeben, wenn Sie Freistellungsaufträge dort haben. Wegen der Kapitalertragssteuer ist für jeden Freistellungsauftrag zwingend die Steueridentifikationsnummer erforderlich“, sagt Hans-Ulrich Liebern. Auch bei der Kindergeldkasse müsse die eigene Steueridentifikationsnummer sowie jene der Kinder angegeben werden. „Ansonsten wird das Kindergeld zurückgefordert“, mahnt Liebern.

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