Tomoffel-Ernte und Rosenpflege

Elmar Mais Gartentipps für den Oktober

Verbraucher | Volle Kanne - Tomoffel-Ernte und Rosenpflege

Warum sich zwischen Tomaten und Kartoffeln entscheiden, wenn man beides haben kann? Pflanzenexperte Elmar Mai stellt die "Tomoffel" vor und erklärt, welche Gartenarbeiten im Oktober anstehen.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 05.10.2017, 14:00

Obwohl die Gartensaison im Oktober allmählich dem Ende entgegengeht, gibt es vor dem Winter noch einiges zu erledigen. Gartenexperte Elmar Mai gibt Tipps zur Tomoffel-Ernte und erklärt, wie die ideale Rosenpflege im Herbst aussieht.

Die Tomoffel, eine Veredelung von Tomaten auf Kartoffeln, ist gerade voll im Trend. Wer im Frühjahr eine solche Pflanze kultiviert hat, konnte sich im Sommer bereits an der Tomatenernte erfreuen. Im Oktober ist nun der richtige Zeitpunkt für die Kartoffelernte. Die Größe der Kartoffeln hängt dabei von der Pflege der Tomoffel ab.

Kleine Kartoffeln können, dunkel und kühl aufbewahrt, im kommenden Jahr als Saatpflanzen verwendet werden. Sie liefern dann die gleichen Kartoffelsorten, die man ursprünglich als Tomoffel gepflanzt hatte, jedoch keine Tomatenpflanzen mehr. Wichtig: „Dieses Vorgehen ist für den Privatgebrauch erlaubt, im erwerbsmäßigen Anbau dürfen geschützte Sorten nur mit Lizenz nachgezüchtet werden“, warnt der Gartenexperte.

Rosenpflege im Herbst

Viele Hobbygärtner schneiden Rosen fälschlicherweise im Herbst zurück. Der eigentliche Rückschnitt sollte aber erst im ausgehenden Winter, also Ende Februar erfolgen. Jetzt ist es nur wichtig, einen sogenannten Hygieneschnitt durchzuführen: Alles Verblühte sollte entfernt und entsorgt werden. Hagebutten kann man als Vogelfutter stehen lassen. Befallene Blätter gehören nicht auf den Kompost, sondern in die Biotonne. „Denn nur in Kompostwerken kann die nötige Wärme garantiert werden, damit die Pilzerreger absterben“, erklärt Elmar Mai. Für Rosen und viele andere Gehölze ist der Herbst die richtige Pflanzzeit. Ab Oktober kommen wurzelnackte Rosen in den Handel, die jetzt schnellstens in den Boden müssen, damit sie vor der ersten Frostperiode noch genügend Wurzeln bilden können. Dann haben sie gegenüber der Frühjahrspflanzung einen erheblichen Wachstumsvorsprung und blühen üppiger. Tipp: Die Rosen vor dem Pflanzen ordentlich wässern.

blühende Rosen
Rosen sollte man bereits im Herbst pflanzen. Quelle: imago/Harald Lange

Rosen bevorzugen einen sonnigen Standort, sollten aber nicht zu dicht nebeneinander gepflanzt werden. Keinesfalls sollte man dort Rosen pflanzen, wo vorher Rosengewächse standen, denn Rosengewächse geben bei der Nahrungsaufnahme Stoffe an den Boden ab, die ihn langfristig für sich selbst vergiften („Bodenmüdigkeit“). Es dauert mehrere Jahre, bis diese Stoffe wieder abgebaut sind. „Beim Pflanzen von Rosen immer ein tiefes Loch ausheben, denn Rosen sind Tiefwurzler und gedeihen umso besser, je mehr guten Boden sie nach unten haben“, empfiehlt der Gartenexperte. Der Boden sollte humos sein und etwas Kalk enthalten. Bei sauren Böden können Sie etwas Kalksplitt einarbeiten. Gedüngt werden sollte aber erst im Frühjahr. Bei der Herbstpflanzung um die Rosen herum immer etwas Erde und Laub anhäufeln, um die Pflanzstelle vor Bodenfrost zu schützen. Hochstammrosen müssen in der Krone vor Frost geschützt werden: Dazu die Rose, nachdem sie ihre Blätter verloren hat, in einen Vlies hüllen und die Krone locker mit Laub bedecken.

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