Tragende Rolle

Die Wirbelsäule gibt dem Körper die maximale Stabilität

Bei manchen Bewegungen muss die Wirbelsäule mehrere hundert Kilogramm Gewicht aushalten. Sie ist eine tragfähige Konstruktion aus Knochen, Bändern und Gelenken. In dem Knochenkanal verläuft auch das Rückenmark, ein hochsensibler Nervenstrang.

Auch wenn die Wirbelsäule die "tragende" Rolle des Körpers spielt, so ist sie doch vergleichbar mit einer Perlenkette: Die einzelnen Wirbel sind zwar stabile Glieder, jedoch untereinander nur locker verbunden.

Das Rückrat soll nämlich zwei widersprüchliche Aufgaben in einem erfüllen. Es muss die Erschütterung jeden Schrittes, jeder Bewegung abfedern, soll aber gleichzeitig die maximale Stabilität des Körpers garantieren.

Elastische körpereigene Kissen

Die Lösung dieses Problems liefern die Bandscheiben. Wie elastische Kissen zwischen den Wirbeln machen sie fast alle Bewegungen im Laufe eines Lebens mit und erfüllen eine Art Stoßdämpferfunktion. Doch so wirkungsvoll dieses System auch arbeitet, es ist störanfällig. Wenn es aus dem Gleichgewicht gerät, kann das bis zu extremen und andauernden Schmerzen im Kreuz führen.


Bei der Bandscheibenvorwölbung, beispielsweise, verschiebt sich die gesamte Bandscheibe oder leiert aus und quetscht dadurch die Nerven. Beim Bandscheibenvorfall hingegen reißt der elastische Ring, der gel-artige Kern tritt aus und kann im Rückenmarkskanal für erhebliche Schwierigkeiten sorgen, von Schmerzen und Gefühlsstörungen bis zu Lähmungen.

Mit der Zeit abgenutzt

Der Zahn der Zeit nagt auch an der Wirbelsäule. Die Bandscheiben trocknen mit fortschreitendem Alter des Menschen aus und verlieren ihren Stoßdämpfereffekt. Die Wirbelkörper werden damit bei Stößen verstärkt beansprucht, nutzen sich ab und bilden gezackte Ränder.

Das alles kann schwerwiegende Folgen haben: Im Wirbelkanal verlaufende Strukturen können gestört werden, was zu erhelblichen Schmerzen führen kann. Gerade bei extremen Schmerzen, die auch noch von Lähmungserscheinungen in den Beinen begleitet sind, kann eine Operation notwendig sein. Vor allem dann, wenn ein gezieltes Muskelaufbautraining für die Wirbelsäule und andere Rehabilitationsmaßnahmen nicht mehr helfen.

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