Traumziel Thailand

Palmen, Strände und das "Venedig des Ostens"

Exotische Landschaften, freundliche Menschen, die Großstadt Bangkok und paradiesische Inseln - das ist Thailand. Der kleine Staat an der Südspitze des asiatischen Kontinents lockt Jahr für Jahr Touristen aus aller Welt. Daran hat auch der Tsunami vor mittlerweile sieben Jahren nichts geändert.

Strand der Insel Koh Lipe, Thailand
Strand der Insel Koh Lipe, Thailand Quelle: imago

Im Gegensatz zu vielen anderen Regionen in Asien war Thailand nie Kolonie eines anderen Staates - und konnte sich so seine ureigenen Traditionen über die Jahrhunderte erhalten. Kulturelles Zentrum ist Bangkok. Trotz geschätzten sieben Millionen Einwohnern gelingt es der Stadt, Dynamik und Geschäftigkeit einer Millionenmetropole mit Orten der Ruhe und Besinnung zu verbinden. Dazu tragen allein die mehr als 400 buddhistischen Tempel und Paläste bei, die sich über das gesamte Stadtgebiet verteilen.

Durchschnitten wird die Stadt durch den Chao Phraya, den Königsfluss, dessen zahlreiche Kanäle auch durch die traditionellen Wohnviertel führen. Mit Bootsausflügen kann man so das "Venedig des Ostens" auf wunderbare Art und Weise kennenlernen.

Reisefakten zu Thailand
Reisefakten zu Thailand

Was man gesehen haben sollte

Auf der Liste der wichtigsten Sehenswürdigkeiten ganz vorne liegt die "Grand Palace"-Anlage. Hier reihen sich Tempel in den unterschiedlichsten architektonischen Stilrichtungen aneinander. Im Zentrum der Anlage liegt Wat Phra Kaeo, eine Schatzkammer der thailändischen Künste. Sie beherbergt den Smaragd-Buddha, das am meisten verehrte Buddha-Bildnis und Nationalheiligtum Thailands.

Der Komplex ist täglich von 8.30 Uhr bis 15.30 Uhr geöffnet, ausgenommen sind Tage, an denen königliche Zeremonien stattfinden. Diese werden jeweils rechtzeitig bekannt gegeben. Der Eintrittspreis beträgt 200 Baht (entspricht etwa 4,50 Euro) und schließt den Besuch des Vimanmek Hauses und des Coins Pavillon mit ein. Besucher werden darauf hingewiesen, dass eine respektvolle und angemessene Bekleidung erforderlich ist.

Liegende Buddha-Statue
Liegende Buddha-Statue Quelle: imago

Der größte Tempel der Stadt

Ein weiterer Höhepunkt thailändischer Kultur ist der "liegende Buddha". Er ist 46 Meter lang, 15 Meter hoch und vollständig mit Gold überzogen. Er ruht in unmittelbarer Nachbarschaft des Grand Palace im Tempel "Wat Po". Dabei handelt es sich um den größten Tempel der Stadt. . Die Figur soll an den Eintritt Buddhas in das Nirwana erinnern.

Heute ist der Tempel ein wichtiges Zentrum für die Vermittlung von Kenntnissen in traditioneller Thai Massage und deren Anwendung. Wat Pho ist täglich von 8 Uhr bis 17 Uhr geöffnet, der Eintrittspreis beträgt 20 Baht. Dezente Kleidung und respektvolles Benehmen werden erwartet.

Ein Markt auf dem Wasser

Etwa 100 Kilometer von Bangkok entfernt liegt der Ort Damnoen Sadhuk. Je nach Verkehrsmittel benötigt man ein bis zwei Stunden. Ein Besuch lohnt im Rahmen eines Tagesausfluges. Damnoen Sadhuk beherbergt eine weitere Besonderheit Thailands - einen Markt auf dem Wasser, den so genannten "Floating Market". Zwischen einfachen Holzhütten auf dem Wasser treiben hunderte Boote, in denen die exotischsten Waren angeboten werden. Die Palette reicht von Früchten und Kräutern über Kunsthandwerk bis zu Souvenirs oder Hüten. Als eigentliche Attraktion des Marktes gelten die schwimmenden Garküchen. Hier wird direkt auf dem Boot zubereitet.

"Floating Market" in Damnoen Saduak
"Floating Market" in Damnoen Saduak Quelle: imago

Im Gegensatz zu manch arabischem Markt sind die Händler auf dem "Floating Market" wenig aufdringlich. Ein einfaches "Nein" wird akzeptiert. Handeln und Feilschen gehört aber zum Geschäft. Als Vorgabe gilt: Zahlen Sie nicht mehr als ein Drittel des Preises. Dass es auf dem Markt insgesamt sehr gesittet zugeht, ist auch auf die große Konkurrenz durch andere schwimmenden Märkte in der Umgebung zurückzuführen. Man möchte seinen Status als beliebtes Touristenziel nicht gefährden. Denn die etwa 5000 Besucher täglich bringen vor allem eines mit sich: viel Umsatz.

Inselträume

Boot am Strand von Koh Lipe
Boot am Strand von Koh Lipe Quelle: imago

Fernab der pulsierenden Metropole Bangkok kann man auf den vielen kleinen Insel seine Ruhe finden. Als Geheimtipp für Urlauber gilt derzeit die Insel "Koh Lipe". Man erreicht die Insel am besten vom Pak Bara Pier. Das kleine Fischerdorf liegt etwa 110 Kilometer südlich der Provinzhauptstadt Trang. Koh Lipe gehört zum Taruto-Meeresnationalpark. und bietet eine relativ große Auswahl einfacher Unterkünfte. Swimmingpools, üppig ausgestattete Hotelbars oder einen Wellnessbereich sollten Sie hier nicht erwarten - dafür aber eine traumhafte Umgebung, einsame Strände und klares Wasser.



Der Meeresnationalpark befindet sich in der Andamanensee im äußersten Sudwesten Thailands. Er wurde 1974 zum Nationalpark erklärt. Zum Park gehören fünf größere Inseln sowie zehn kleinere Inseln.

Hollywood lässt grüßen

Dass solche Inseln auch als perfekter Drehort für Filme verschiedenster Art dienen können, haben schon viele Hollywood-Produzenten erkannt. Besondere Bekanntheit erlangte unter anderem die Insel Kao Phing Kan mit ihrer vorgelagert Felsennadel - die Millionen nur unter dem Beinamen kennen: James Bond Island. Sie diente zunächst im 007-Abenteuer "Der Mann mit dem goldenen Colt" als Kulisse für den finalen Endkampf zwischen den Schauspiellegenden Roger Moore und Christopher Lee.

Felsnadel bei der "James Bond Insel" Thailand
Felsnadel bei der "James Bond Insel" Thailand Quelle: imago

Mittlerweile war sie in weiteren Filmproduktionen zu sehen. Wer ein echter Filmfreak ist, der lässt sich den Besuch einer so berühmten Insel also sicher nicht entgehen. Die Insel liegt vor den Toren der kleinen Stadt Krabi im Süden Thailands und gehört zum Nationalpark Ao Phang Nga. Sie wurde wie auch die restliche Phang Nga Bucht mit ihren bizarren Kalksteinfelsen und smaragdgrüner See durch Wind, Wetter, Meeresströmungen und Erdverschiebungen der letzten 100 Millionen Jahren geformt.

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