Trendsport Aquafitness

Verbraucher | Volle Kanne - Trendsport Aquafitness

Beim Aquafitness steht neben der Beweglichkeit das Kraft- und Ausdauertraining im Vordergrund. Bekannt und in vielen Schwimmbädern verbreitet sind Aquacycling oder Aquajogging. Aktuell kommen immer mehr neue Ideen für das Training im Wasser auf den Markt.

Beitragslänge:
5 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 13.11.2018, 09:05

Aquajumping

Auf einem speziell angefertigten Unterwasser-Trampolin kann man im Schwimmbecken über 100 verschiedene Übungen durchführen. Trainiert wird dabei vor allem Gleichgewicht, Kraftausdauer und Koordination. 

Aquapole

Poledance ist inzwischen eine längst etablierte Sportart, die sehr viel Training, Muskelkraft und Akrobatik erfordert. Aquapole ist Poledancing im Wasser. Durch den Auftrieb benötigt man nicht so viel Muskelkraft wie an Land, kann aber ebenfalls zahllose Übungen durchführen und dabei neben Beweglichkeit, Koordination vor allem seinen Rumpf trainieren – besonders die Bauchmuskulatur. Ebenso wie beim Aquajumping gilt: Durch die Vielzahl der Möglichkeiten kann man Übungen jeglichen Schwierigkeitsgrades durchführen – von einfach bis sehr anspruchsvoll.

Aquaboard

Das luftgefüllte Wasserbrett bietet ebenfalls eine riesige Auswahl an unterschiedlichsten Übungen – allerdings mit einem klaren Unterschied zu Unterwasser-Trampolin und der Aquastange: Der Körper ist immer über dem Wasser, die Besonderheiten des Wassers wie Auftrieb und Widerstand spielen also keine Rolle. Der besondere Trainingseffekt beim Brett ist, dass das Training auf einem instabilen Untergrund, dem Wasser, stattfindet. Dadurch macht der Körper Ausgleichsbewegungen – und aktiviert somit kleine Muskelgruppen im Rücken, die man sonst nur sehr selten belastet. Aber gerade die Stärkung dieser kleinen Muskeln ist wichtig für Personen mit Rückenschmerzen und auch Bandscheibenproblemen.

Vorteile des Wassers

Durch den Auftrieb des Wassers lastet ein viel geringeres Gewicht auf dem Körper als an Land, die Gelenke werden also stark entlastet. Da Wasser eine über 800 Mal so hohe Dichte hat wie Luft, ist man im Wasser mit einem entsprechend höheren Widerstand konfrontiert. Dieser Wasserwiderstand wirkt in alle Richtungen, das führt dazu, dass man bei Bewegungen alle Muskelgruppen beanspruchen muss – und nicht nur einzelne Körperpartien.

Dabei kann man die Stärke der Beanspruchung durch die Geschwindigkeit der Bewegungen selbst bestimmen. Das Training im Wasser ist also extrem effektiv. Man kann in kürzerer Zeit bei einem gleichen Aufwand einen größeren Trainingseffekt erzielen. Außerdem sorgt der Wasserdruck für eine bessere Durchblutung und Stärkung von Herz und Lunge.

Für wen geeignet?

All diese Eigenschaften macht Aquafitness nicht nur für gesunde Menschen, die ihre Muskeln trainieren wollen, attraktiv, sondern auch für viele, die sonst mit Sport an Land eher Probleme haben oder nicht so gut zu Recht kommen. Gerade für Übergewichtige ist der Sport im Wasser von Vorteil, ebenso – eingeschränkt – für Rehapatienten nach einer Operation oder allgemein Personen, die ihre Gelenke nicht sehr belasten dürfen. Aquafitness ist auch für ältere Menschen, Leute mit Venenproblemen, Bluthochdruck und Burnout-Anzeichen geeignet. Eine Ausnahme bietet hier das Aquaboard: Dieser Sport findet über Wasser statt und ist somit nicht für jedermann geeignet.

 Wo gibt es Kurse?

Noch stehen Aquajumping, Aquapole sowie das Aquaboard nicht in vielen Schwimmbädern auf dem Programm. Aber nach und nach verbreitet sich der Trend. Aquagymnastik, Aquajogging oder auch Aquacycling hingegen sind schon weit verbreitet. Am besten sollte man sich direkt bei den Schwimmbädern in der Nähe nach Angeboten erkundigen.

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