Trendsport Wandern

Gut vorbereitet starten, um Gefahren zu vermeiden

Verbraucher | Volle Kanne - Trendsport Wandern

Wandern wird immer beliebter. Egal ob jung oder alt - Millionen Deutsche tun es. Bergführer Norbert Vorwerg erklärt, was man bei einer Wandertour vorbereiten und beachten muss.

Beitragslänge:
19 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 02.08.2017, 14:00

Wandern war vor einigen Jahren noch als Sport für Senioren verschrien. Mittlerweile entdecken immer mehr junge Leute ihre Lust am Wandern. Frische Luft, Bewegung und die Ruhe in der Natur locken viele ins Freie. „Volle Kanne“ klärt deshalb über Wander-Apps, Gefahren am Berg und Geocaching auf.

Viel mitschleppen will auf einer Wanderung niemand, erst recht keine schweren Wanderführer oder Karte und Kompass. Die Alternative für jeden Smartphone-Besitzer: Wander-Apps. Die Auswahl dabei ist riesig. Bei den Apps kann man gewünschte Regionen mit Tourenvorschlägen auswählen. Es gibt einige Gratis-Apps wie Komoot und ape@map. Sie sind kompatibel mit Android und iOS und es gibt Fotos und Hinweise auf Sehenswürdigkeiten.

Die Karten von Komoot sind allgemeine, geografische Karten, die ape@map-Karte ist eine echte Wanderkarte mit Höhenlinien. Beide Apps haben GPS, ape@map verfügt außerdem über einen Kompass und hat eine 3D-Funktion. Tipp: Apps haben viele zusätzliche Informationen und tolle Extras, aber eine Karte sollte vor allem bei längeren Wanderungen keinesfalls fehlen. Schnell ist der Akku leer oder der Empfang geht verloren.

Informieren und vorbereiten

Paar beim Wandern
Paar beim Wandern Quelle: imago/CTK/CandyBox

Um herauszufinden, welcher Klettersteig für wen geeignet ist, muss man sich gut informieren. Es gibt Bücher, in denen die Steige in verschiedenen Schwierigkeitsgraden eingeteilt sind. „Man sollte sich nicht zu viel vornehmen, denn runter ist immer schwieriger als rauf“, gibt Bergführer Norbert Vorwerg zu bedenken. Wer eine anspruchsvolle Tour mitmachen möchte, sollte auf jeden Fall festes Schuhwerk, Rucksack, Wasserflasche, Stöcke und geeignete Kleidung dabei haben. Unternehmen Sie zunächst nur geführte Touren und besuchen Sie Kurse, um alles Wichtige zu erlernen, damit Sie später nicht in Gefahr geraten.

Ein häufiges Problem ist, dass sich viele Naturfreunde in den Bergen auf die Bergwacht verlassen. Doch oft fehlt der Handyempfang oder der Akku geht leer – und so kann man erst gar keine Hilfe rufen. Bei schlechtem Wetter können die Rettungshubschrauber zudem nicht fliegen. Die Rettung vom Tal dauert dann viele Stunden – und so besteht die Gefahr zu erfrieren. Risiken am Berg wie ein plötzlicher Wettersturz werden sehr häufig unterschätzt. „Bei Schnee finden viele den Weg einfach nicht mehr zurück. Die Abrutschgefahr ist zudem extrem“, sagt der erfahrene Bergführer und fügt hinzu: „Ein Biwak beispielsweise zum Übernachten haben die meisten nicht mit und somit auch keinen ausreichenden Wetterschutz“. Wer auf die Bergrettung angewiesen ist, kann sich auf eine satte Rechnung freuen: Die Hubschrauber-Rettung kostet schnell 5000 Euro. Wer im Alpenverein ist, hat meist eine Versicherung eingeschlossen.

Geocaching als Alternative

Wer nicht direkt einen Berg besteigen möchte, aber trotzdem Lust hat, in der Natur unterwegs zu sein, für den gibt es eine Alternative: Egal, in welchem Teil Deutschlands man sich gerade befindet, eine Runde Geocaching ist überall möglich. Früher stapfte man dazu mit Kompass und Zetteln in der Hand durch den Wald und folgte einer fein verlegten Spur oder versteckten Hinweisen auf der Suche nach einem besonderen Schatz. Heute hat sich die klassische Schnitzeljagd ein bisschen verändert – und ist ein großer Spaß besonders für Kinder und Hobbysucher: Geocaching heißt die neue Schatzsuche! Das Grundschema ist gleich geblieben, die Mittel aber haben sich gewandelt.

Beim Geocaching wird ein versteckter Schatz, Cache genannt, mithilfe eines GPS-Gerätes gesucht. Dieser Cache ist an einem Ort versteckt, der entweder mit Koordinaten direkt angegeben ist, in den meisten Fällen aber durch Hinweise und Rätsel herausgefunden werden muss. Das steigert den Spaß an der Schatzsuche.

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