Typische Hausmittelmythen

Was ist wirklich dran?

Gegen harmlose Erkältungssymptome gibt es eine Reihe von Hausmitteln. Einige von ihnen können durchaus eine wirksame und vor allem preisgünstige Alternative zu herkömmlichen Medikamenten sein, mit denen sich Erkältungssymptome lindern lassen.

Grundsätzlich gilt, dass eine harmlose Erkältung mit leichtem Fieber in der Regel nach einigen Tagen von selbst verschwindet. Verschlechtert sich der Zustand oder kommt hohes Fieber dazu, sollte man grundsätzlich einen Arzt aufsuchen, um die Symptome abklären zu lassen.

Klassische Hausrezepte:

Nasenspülungen bei Schnupfen
Einen halben Teelöffel Salz in einer großen Tasse mit warmem Wasser auflösen und mehrmals täglich die Nase damit spülen. Zur Anwendung gibt es auch spezielle Nasenduschen in der Apotheke. Das Salzwasser wirkt schleimlösend und kann Bakterien oder Viren ausspülen. Vorsicht beim Gebrauch von Schnupfenspray: Es sollte nur einige Tage angewendet werden, weil es die Schleimhäute zu sehr austrocknen kann.

Kamillentee gegen Halsweh
Gurgeln mit Kamillen- oder auch Salbeitee kann die Beschwerden lindern. Dafür Kamillenblüten oder Salbei mit heißem Wasser begießen und etwas abkühlen lassen. Mit dem lauwarmen Tee mehrmals am Tag gurgeln. Verstärken lässt sich die Wirkung, indem man konzentrierte Kamillenlösung mit Wasser verdünnt und gurgelt. Halten die Halsschmerzen mehrere Tage an, sollte man beim Arzt abklären, ob es sich um eine bakterielle Entzündung handelt, die ggf. mit Antibiotika behandelt werden muss.

Hühnersuppe bei Husten und Schnupfen
Dass Hühnersuppe tatsächlich gegen Erkältungssymptome wirkt, haben Studien bestätigt. Wichtig: möglichst keine Tütensuppe verwenden, sondern ein Huhn mit einem Suppengrün mindestens eine Stunde lang auskochen. Mehrmals täglich einen Teller davon essen. Die Inhaltsstoffe der Suppe haben schleimlösende und entzündungshemmende Wirkung. Sie wirken auf bestimmte weiße Blutkörperchen, die an Schleimhautschwellungen und Entzündungen beteiligt sind. Zudem trägt die Suppe zur Flüssigkeitszufuhr bei und wirkt allgemein stärkend.

Badezusätze mit Eukalyptus, Menthol oder Fichtegegen Gliederschmerzen

Ein heißes Bad mit ätherischen Ölen wirkt entspannend und kann Gliederschmerzen bei einer Erkältung lindern. Wichtig: nicht länger als etwa zehn Minuten in 38 Grad heißem Wasser baden. Allergiker sollten auf bestimmte Badezusätze verzichten. Bei Fieber sollte man kein Bad nehmen, da sonst der Kreislauf zu stark belastet werden kann.

Zwiebelsäckchenbei Ohrenschmerzen
Zwiebeln klein schneiden, in ein Baumwollsäckchen füllen, in der Mikrowelle erwärmen und sich mit dem schmerzenden Ohr auf das Säckchen legen. Vermutlich verschafft die Wärme der Zwiebeln den lindernden Effekt.

Wadenwickel gegen Fieber
Handtücher in lauwarmes Wasser tauchen, auswringen und um die Unterschenkel wickeln. Die Knöchel und Kniegelenke frei lassen. Über die nassen Wickel ein weiteres Handtuchlegen, um das Bett vor Nässe zu schützen. Wadenwickel sollten nie mit kaltem Wasser angewendet werden, denn die Kälte kann der Haut schaden. Friert man zu stark, produziert der Körper außerdem noch mehr Hitze. Die Wadenwickel sollten höchstens 20 Minuten bei Erwachsenen und etwa zehn Minuten bei Kindern angewendet und in Abständen wiederholt werden.

Warmes Bier gegen Erkältung
Dafür einen Liter Bier erwärmen und mit etwas Honig vor dem Schlafengehen trinken. Am nächsten Morgen soll die Erkältung verschwunden sein. Die ätherischen Öle und Bitterstoffe im Bier können beim Kampf gegen Krankheitserreger helfen. Der Hopfen im Bier hat zudem einen schlaffördernden Effekt. Mediziner raten allerdings von diesem Hausmittelab. Der Alkohol erweitert die Gefäße und kann den Kreislauf und das Immunsystem schwächen. Auch für Kinder ist das Hausmittel ungeeignet.

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