So weit die Pfoten tragen

Urlaub mit dem Haustier

Verbraucher | Volle Kanne - So weit die Pfoten tragen

Viele Menschen wollen auch im Urlaub nicht auf ihre vierbeinigen Begleiter verzichten. Damit es keine unliebsamen Überraschungen gibt, muss der Urlaub gut vorbereitet sein.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 08.08.2018, 09:05

Grundsätzlich sollten Sie überlegen, was für Ihr Tier das Beste ist: Katzen, die Freilauf gewöhnt sind, fühlen sich zu Hause am wohlsten. Wenn Sie Ihre Katze trotzdem mitnehmen möchten, dann möglichst nur für längere Aufenthalte, etwa in einer Ferienwohnung. Auch Kleintiere und Vögel sind am besten zu Hause aufgehoben. Auf Hitze können sie mit Kreislaufbeschwerden oder Durchfall reagieren.

Hunde dagegen sind gern überall dabei und meist unkomplizierte Urlaubsbegleiter. Voraussetzung für einen entspannten Urlaub ist natürlich, dass der Vierbeiner vor Ort auch erwünscht ist. Dies sollten Sie bereits bei der Buchung im Reisebüro oder der Urlaubsunterkunft erfragen.

Formalitäten klären

Vor der Reise empfiehlt sich ein Besuch beim Tierarzt, der einen Gesundheitscheck machen und eventuell impfen kann. Vor allem in südlichen Ländern gibt es Krankheiten, die für Ihr Haustier ein Gesundheitsrisiko sein können. Eventuell gibt es eine wirksame Prophylaxe. Der Tierarzt kann auch ein Mittel gegen Reisekrankheit verschreiben und eine kleine Reiseapotheke für das Tier zusammenstellen.

Für die meisten EU-Länder brauchen Hunde und Katzen eine gültige Tollwutimpfung und eine eindeutige Kennzeichnung. Diese Daten müssen in den Heimtierausweis eingetragen sein. Einige Länder wie Großbritannien und Staaten außerhalb der EU haben zum Teil strengere Einreisebestimmungen. Auskünfte hierzu erhalten Sie beim Tierarzt oder dem Deutschen Tierschutzbund.

Sicher ans Ziel

Sorgen Sie für einen sicheren Transport an den Urlaubsort. Wenn der Hund frei im Auto herumspringt, kann das für Mensch und Tier gefährlich werden. Nützlich sind verstellbare Hundegitter, die für jeden Wagentyp individuell einsetzbar sind. Sicher ans Ziel kommt das Tier auch mit einem speziellen Gurt für Vierbeiner, der einfach mit dem Autogurt verbunden wird.

Kleinere Hunde oder Katzen werden im Auto am besten in einer Transportbox mitgenommen. Diese sollte gut festgezurrt werden, damit sie beim Bremsen nicht verrutschen kann. Legen Sie eine vertraute Decke, etwas Futter und eventuell noch  Spielzeug in die Box, damit das Tier sich wohl fühlt.

Über den Wolken und auf den Schienen

Im Flugzeug dürfen Hunde und Katzen bis zu einem Gewicht von circa sechs Kilogramm mit in die Kabine genommen werden. Die Transporttaschen für den Flug müssen geschlossen sein, natürlich mit Luftlöchern und einem „Auslaufschutz“. Größere, schwerere Tiere müssen im Flieger in einer entsprechend großen Transportbox mit Gittern in den Frachtraum.

In der Bahn dürfen kleine Hunde bis zur Größe einer Hauskatze in einer Transporttasche kostenfrei mitfahren. Große Hunde allerdings kosten die Hälfte des Normalpreises und müssen an der Leine geführt werden. Außerdem brauchen sie einen Maulkorb. Der Hund sollte also frühzeitig an den Maulkorb gewöhnt werden! Anspruch auf einen Sitzplatz haben Hunde übrigens nicht.

Unterbringung in einer Pension

Natürlich kann man seinen Vierbeiner auch in einer Tierpension unterbringen. Eine gute Pension sollte bestimmte Bedingungen erfüllen, zum Beispiel verhaltensgerechte und saubere Räume sowie genügend Betreuer haben (jeweils einen Betreuer für fünf bis zehn Hunde und zehn bis 15 Katzen), den Tieren genügend Auslauf, eine individuelle Fütterung sowie tierärztliche Betreuung im Notfall bieten.

Die Pensionskosten sind je nach Unterbringung und gebotenem Service unterschiedlich und liegen für Hunde bei rund 20 Euro pro Tag, für Katzen bei rund zehn bis 15 Euro inklusive Futter. Wenn Sie das gewohnte Futter selbst mitbringen, reduzieren sich nicht nur die Kosten, gleichzeitig kann man damit Akzeptanz- oder Verdauungsproblemen vorbeugen. Beim Tierarzt, dem Tierschutzverein oder dem Veterinäramt können Sie Informationen über Tierpensionen einholen.

Schutz vor Hitze

Ob zu Hause oder in südlichen Gefilden – Hitze macht vielen Vierbeinern zu schaffen. Setzen Sie die Tiere nicht stundenlang der Hitze aus. An heißen Tag gehen Sie mit Ihrem Hund am besten nur morgens und abends für eine größere Runde spazieren, am Mittag verlassen Sie das Haus am besten nur für eine kleine Pipirunde. Im überhitzten Auto sollten Sie Ihren Hund übrigens auf keinen Fall zurücklassen – nicht einmal fünf Minuten bei geöffneten Fenstern.

Im Fachhandel werden spezielle Produkte wie Kühlhalsbänder oder Kühldecken angeboten, die die Hitze für die Tiere erträglicher machen sollen. Allerdings kann man sich auch mit einfachen Mitteln selbst behelfen, zum Beispiel indem man ein paar Kühlakkus unter ein Handtuch legt. Der Hund kann dann entscheiden, ob er es sich an diesem kühlen Platz gemütlich machen möchte.

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