Verpackungsmüll vermeiden

Tipps von Brigitte Bäuerlein

Verbraucher | Volle Kanne - Verpackungsmüll vermeiden

Verpackungen sind ein Umweltproblem. Doch die Menschen denken um. Plastiktüten kosten jetzt Geld, und inzwischen gibt es viele Läden, die ihre Waren komplett ohne Verpackung verkaufen.

Beitragslänge:
8 min
Datum:
Verfügbarkeit:
Video verfügbar bis 27.05.2017, 14:00

Haushaltsexpertin Brigitte Bäuerlein erklärt, worauf Verbraucher beim Einkauf achten sollten, wenn sie weniger Verpackungsmüll produzieren wollen.

Obst und Gemüse gehören zu den wenigen Lebensmitteln, die im Supermarkt unverpackt angeboten werden. Trotzdem legen viele Kunden die Früchte nicht lose in ihren Einkaufswagen, sondern füllen sie in die vom Supermarkt bereitgestellten Plastiktüten – und diese verstauen sie an der Kasse häufig wiederum in Plastiktüten.

Abgesehen von dieser offensichtlichen Gelegenheit auf Plastik zu verzichten, gebe es noch weitere Möglichkeiten die Umwelt zu schonen, sagt Haushaltsexpertin Brigitte Bäuerlein: „Generell sollte man aufwendige Verpackungen mit wenig Inhalt meiden.“ Außerdem solle man Glas beziehungsweise Pfandglas gegenüber Plastik bevorzugen. Und um die Einkäufe nach Hause zu schaffen, seien Beutel, Taschen oder Körbe sinnvoll – im Sommer könne es zudem vorteilhaft sein, eine Kühltasche mitzubringen.

Schadstoffe können sich lösen

Im Übrigen seien einige Verpackungen nicht nur für die Umwelt, sondern potenziell auch für die Verbraucher schädlich. So solle man vorsichtig mit bedruckten Verpackungen umgehen: „Keine Lebensmittel darauf ablegen – zum Beispiel Gebäck auf die Bäckertüte.“ Außerdem solle man Alufolie nicht für Saures und Salziges und Plastikfolie nicht für Fettiges verwenden: „Da können sich Schadstoffe lösen.“

Wolle man Lebensmittel direkt in der Verpackung erhitzen, solle man sicherstellen, dass diese auch dafür geeignet sind – erkennbar an einer entsprechenden Beschriftung: „Dabei muss sowohl die Wattzahl als auch die Erhitzungsdauer angegeben sein.“ Da sich durch das Erhitzen das Risiko einer Kontamination der Lebensmittel mit Verpackungsbestandteilen aber in jedem Fall erhöhe, lautet Bäuerleins Tipp: „Fertiggerichte besser in mikrowellengeeignetem Geschirr aus Glas oder Porzellan erhitzen.“ Darüber hinaus solle man wegen einer etwaigen Belastung durch Salmonellen oder Schmutz Eierkartons nicht in den Kühlschrank stellen, sondern die Eier stattdessen einzeln einlagern.

Zweitverwertung von Verpackungen

Sofort wegwerfen müsse man die Eierkartons deshalb aber nicht unbedingt. Stattdessen könne man sie – wie auch Obstschalen oder aufgeschnittene Getränkekartons – als Pflanzschalen zur Anzucht verwenden. Ebenfalls gut für eine Zweitverwertung geeignet seien Eisverpackungen: „Als Aufbewahrungsort für allerlei Krimskrams.“ Und größere Plastikhüllen, etwa von Toilettenpapier, könne man, bevor man sie in den Müll schmeiße, noch als Mülltüten nutzen.

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